Neues Projekt in Vorbereitung: Photovoltaik-Anlage für Radisson-Hotel im Tchad - Eurer Feedback

Als erster privater Energieversorger im Tchad können wir als Africa GreenTec nun auch kommerzielle Kunden bei der Abschaltung von Dieselgeneratoren durch erneuerbare Energien unterstützen.

Ich freue mich daher euch hier unser erstes großes Hotelprojekt vorzustellen. Das Radisson Blu Hotel, N’Djamena ist das beste Hotel des Landes und hat einen enormen Energiebedarf. Aufgrund der vielen Stromausfälle in der Hauptstadt laufen die drei Notstromgeneratoren oft die Hälfte des Tages.

Nachdem wir im März 2021^auf Einladung des Betreibers die Energiesituation analysiert haben, bieten wir dem Hotel nun die Errichtung eine PV-Freiflächenanlage von ca. 500 kWp und einem Lithium-Zwischenspeicher von ca. 150 kWh auf einem Carport an, so können die Fahrzeuge der Gäste zusätzlich vor der starken Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Dieses Leuchtturmprojekt begeistert auch die Hoteleigentümer, die uns im Falle einer erfolgreichen Umsetzung sämtliche Hotels im Tchad zur Umrüstung angeboten haben. Das Projekt hat für den Tourismus im Land eine wichtige Signalwirkung, weshalb mir auch der Minister für Tourismus seine Unterstützung zugesichert hat.

Auch an diesem spannenden Projekt werden wir euch via Crowdinvesting beteiligen, denn diese Projekte werden Teil der Energiewende auf dem afrikanischen Kontinent.

Das Finanzierungsvolumen wird ca. 750.000 € sein, wir planen eine Rendite von 4.25% bei einer Laufzeit von 7 Jahren für die Anleger zu erzielen.

Wir freuen uns auf eure Fragen und Anmerkungen.

6 Likes

Hey Torsten,
sehr interessantes Projekt. Leuchtturmprojekte braucht das Land! :+1:t4:
Im Tschad scheint es demnach genug Gutbetuchte zu geben, damit sich der Betrieb eines Luxushotels rentiert. Wieder was gelernt :wink:
Wie schaut es denn mit der Investitionssicherheit aus?
Thema:

  • aktuelle Unruhen im Tschad?! Mögliche Auswirkungen?
  • Covid: aktuelle Belegungszahlen in der Tourismusbranche

Darf man wissen, wer als Eigentümergruppe hinter dem Hotel steht?

Danke!

2 Likes

Hallo Torsten,
auch das ein Projekt bei dem ich mir neben dem Pumpenprojekt im Senegal ebenfalls eine Beteiligung vorstellen kann.
Wäre vielleicht hilfreich und zusätzlich motivierend, wenn Du kurz und einfach skizzieren könntest, wie sich ein positiver Verlauf beider Projekte tendenziell für die 2213 Investoren der Unternehmensbeteiligung 1.0 auswirken würde.
Ich hoffe, die Frage ist nicht zu blöd, aber eure Strukturen sind mir nicht ganz klar und wirken auf mich etwas verschachtelt.
Gruß und Dank!
Stephan

2 Likes

Hallo Zusammen,

sehr spannendes Projekt! Danke für die Vorinformation!

Wenn ich die Formulierung

richtig verstehe, baut ihr ein Carport mit PV-Modulen als Dach (oder stattet ein vorhandenes Carport damit aus) und installiert einen Akku als Speicher (Puffer, für Lastspitzen und für die Nacht (?)), richtig?

Soll das Hotel danach vollständig stromautonom sein, oder ist eure Anlage „nur“ als Notstromsystem (Ersatz der Dieselgeneratoren) gedacht?
Wenn letzteres: wie lange wird das System ausreichend Strom liefern können?

Und nur interessehalber: welche Fläche an PV-Modulen braucht man in N’Djamena für 500 kWp?

Viele Grüße
Hermann

1 Like

Hallo @michael

das stimmt, so sehen wir das auch. Natürlich gibt es in allen Länder der Welt Eliten. Die Radisson-Gruppe ist in allen Ländern Afrikas vertreten, teilweise mit mehreren Häusern und sie sind meistens die No. 1. Solche Hotels wie in N´Djamena sind ja weniger für die „Gutbetuchten“ des Landes, die haben schöne, eigene Häuser, sondern für die internationalen Gäste, die auch ein gewisses Sicherheitsbedürfnis haben, das Hotel ist sehr gut gesichert und hat eine Garnison nebenan.

Zu deinen Fragen: Aktuell gibt es keine Unruhen, das Land bemüht sich mit einer inklusiven Regierung um eine Transition. Die Covid-19-Krise hat allen Hotels weltweit zu schaffen gemacht, im Falle des Radisson konnte es davon profitieren, dass andere Ketten aufgegeben haben, darunter auch das Hilton nebenan.

Der Eigentümer des Hotels ist der Staat.

1 Like

Hey @98x
Lieber Stefan,

die Frage ist alles andere als blöd! Es ist unsere Herausforderung, dass unsere Investoren besser verstehen wie die Wertschöpfung funktioniert. Gleichzeitig wollen wir natürlich nicht alle unsere Betriebsgeheimnissen unserem Wettbewerb zu teil werden lassen.

In diesem Projekt ist die Wertschöpfung wie folgt:
Die AGT AG entwickelt einerseits das Projekt, kauft alle Komponenten aufgrund des großen Handelsvolumens zu guten Konditionen ein, und verkauft sie dann mit einer üblichen Marge an die Tochtergesellschaft im Tchad, die das Projekt dann umsetzt (und betreibt). Die Tochtergesellschaft verdient an den Wartungskosten und kann damit ihre lokalen Mitarbeiter refinanzieren. Insofern profitiert man hier doppelt, einmal fördert man den Umsatz der AGT AG und zum Anderen verdient man an dem Darlehen, welches das Radission-Hotel von der Crowd erhält (durch den ausgeschütteten Zins).

Aber auch der Kunde/ das Radisson profitiert, denn es kann sich günstiger refinanzieren, als bei lokalen Banken, die ab ca. 8% Zins anfangen.

Hallo @Hermann

danke für deine technischen Fragen, die ich dir noch nicht vollständig beantworten kann, weil unsere Ingenieure noch an der genauen Auslegung arbeiten.

Aktuell hat das Hotel keine Verschattung für die Fahrzeuge der Gäste, sie stehen in der Sonne bei bis zu 50 Grad. Dh. wir errichten auch den Carport. Das Projekt ist in 3 Phasen geplant. Phase I. um die es jetzt geht, deckt nur die Basislast ab, die die Notstromaggregate ganzjährig laufen um soviel Diesel wie möglich zu sparen.

In Phase II. wird die Anlage so vergrößert, dass das Hotel auch weniger Strom aus dem Netz braucht (das auch zu 100% auf Diesel läuft) ca. 1 Mio. €- nämlich aus diesem Teil hier: https://youtu.be/74eDQXo2GRw

In Phase III. soll dann das ganze Hotel energetisch optimiert werden, also auf Energieeffizient getrimmt werden und autark vom Stromnetz gemacht werden (Kosten ca. 2 Mio. €).

2 Likes

@Klimakrieger Gibt es schon einen Zeithorizont für das Projekt?
Ich finde es auch sehr interessant und bin am Überlegen ob ich mich hier engagieren soll oder bei den Solarpumpen.
Grüße
Martin

2 Likes

Hallo Torsten,
nur, um es auch richtig verstanden zu haben, bedeutet, wenn Du schreibst:

dass sich beide Projekte positiv auf das Betriebsergebnis der AGT AG auswirken in die die 2213 Investoren im Rahmen der Unternehmensbeteiligung 1.0 investiert haben.
Gruß und Dank Stephan

Beide Projekte sind in Entwicklung und sollen dieses Jahr noch investierbar sein.

1 Like

Hallo Stephan,

klar. Alle unsere Projekte wirken sich positiv auf das Betriebsergebnis der AGT AG aus.

Erwägt ihr speziell für dieses Projekt eine Zusammenarbeit mit ecoligo?

Hallo @sbschorer
Hallo Stefan,

wir haben ecoligo zwecks Zusammenarbeit angefragt, schon seit längerem, aber ecoligo hat das abgelehnt, es gibt aber genügend Möglichkeiten mit anderen Plattformen. Für den Investor ist ja weniger die Plattform entscheidend, also das gewährleistet ist, dass sich jemand lokal vorort auch um das Projekt kümmert.

Liebes AGT Team, Sehr spannend. Welchem der Strategischen Eckpfeiler Eurer Vision ist das Projekt zuzuordnen? Und wie viele Hotels stehen in Aussicht? LG Petra

Hi @Petra - na dem Hauptziel weshalb die Firma usprünglich gegründet wurde: Das Abschalten von Dieselgeneratoren.

1 Like

Liebe Petra,

deine Frage zielt in die sehr richtige Richtung. Wir sehen das Projekt als Pilot-/Leuchtturmprojekt.

Wenn wir beweisen (was bereits im ersten Jahr oder Quartal passieren kann), dass das Hotel Kosten spart und gleichzeitig etwas für das Image sowie die Kundenzufriedenheit tut, ist das Potenzial immens. Du kannst dir vorstellen, dass beinahe jedes Hotel in der Region und darüber hinaus seinen Strom aus 100 % Diesel bezieht. Dieser wird immer teurer und unpraktischer sein als unser Solarstrom, sodass das Interesse auf jeden Fall gegeben ist.

Eine genaue Zahl ist daher schwer zu nennen, da es darauf ankommt, wie schnell sich die Kunde verbreitet (wahrscheinlich schneller als wir vermuten können). Man könnte zum ersten Überschlagen erstmal alle größeren Radisson-Hotels in Subsahara-Afrika ansetzen :wink:

LG
Jörg

1 Like

@Klimakrieger und @Joerg Danke für Eure Antworten - das sind dann ca. 10-15 Hotels des Radisson in Afrika. Habt Ihr mal darüber nachgedacht, eine Art Patenschaften/Investment-Promotion in den Europäischen Hotels für AGT direkt vor Ort „buchen“ zu lassen. Mit „Kunst“ und und interessantem AGT-Portfolio-Infos könnte man sicherlich einiges an Interesse bei potenziellen Investoren wecken. Ich komme aus Strategie und Transformation und hatte Eure verschiedenen strategischen Eckpfeiler im Blick - die Vision - ich gehe mal davon aus, das Projekt gehört zu ENERGY. Mehr ein Hinweis, diese klare Vision immer wieder in den Zusammenhang der Projekte zu bringen. Denn es ist oft schwer, Außenstehenden die eigene Vision nahezubringen. Dazu fehlt einem oft der nötige „Sicherheitsabstand“. In dem Sinne - Community heißt ja auch das Zusammenbringen komplementärer Kompetenzen. Wenn Ihr noch Ideen/Input braucht, meldet Euch. Ich bin mir aber sicher, Ihr werdet auch so gesehen und gehört. Weiterhin viel Erfolg! LG Petra

1 Like

Hallo Petra,

klingt nach einer interessanten Idee! Jedoch glaube ich persönlich nicht, dass europäische Hotels der richtige Ort dafür sind. Hotels sind doch eher immer Durchgangsstationen und es würde den Besuchern sicher schwer fallen, sich dabei mit einem komplexen Thema zu befassen bzw. ist es sicher wenig gewünscht.

An Fotos und Material aus unseren Projekten hätten wir für eine Ausstellung sicher einiges zu bieten. In einem Firmenhub oder Konferenzcenter wären diese am besten aufgehoben. Könnte man einmal drüber sprechen. Kennst du passende Ort aus deiner Tätigkeit?

LG Jörg

Hi Joerg,

Strategisch könnte es für die Radisson Group interessant sein, nachhaltige Stories zu kommunizieren. Es wäre zumindest einen Versuch wert, bei dem ich gerne unterstützen kann. Gerne können wir uns weiter in einem Telefonat oder Teams austauschen, meine Mail: [email protected]. LG Petra

1 Like

Hi Petra,

lass uns das gern in zwei Wochen nach dem Impact Festival einmal machen.

LG
Jörg