Crowdinvestment - wie lassen sich mehr Investoren finden – weitere Ideen zur Finanzierung

  1. Frage: Was ich mich als Kleinanlegerin immer mal wieder gefragt habe: Wodurch unterscheidet sich AGT von seinen Mitbewerbern (zumindest im Senegal scheint es ja welche zu geben), warum ist es so wichtig, dass es AGT gibt und nicht irgendeine andere Firma die Marktanteile übernimmt? Ich kann mir vorstellen, dass einige Leute nicht investieren, weil sie eben nicht beurteilen können, ob die Arbeit von AGT jetzt im Vergleich besonders gut/ erfolgsversprechend ist oder nicht.

  2. Ich interessiere mich für Klimawandel und innovative Ansätze in der Entwicklungszusammenarbeit, habe aber wenig Ahnung von Finanzinstrumenten.
    Bei der Umstellung auf Projekte mit festverzinsten Darlehen heißt es, das Verlustrisiko des investierten Kapitals wäre geringer, aber vorhanden. Ich habe eine ungefähre Vorstellung davon, warum das so ist, aber manch eine/r würde sich bestimmt über eine Erklärung freuen.

Insgesamt Danke für die tolle Arbeit und das inklusive Crowdinvestment, ich habe schon so viel gelernt…

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Dazu von mir ein paar Worte @be_brave:

  1. AGT ist der einzige Anbieter in dem Bereich, der auf 100 % erneuerbare Energien setzt. Andere Unternehmen setzen als Puffer meist Dieselgeneratoren ein. Zudem positioniert sich das Unternehmen als Qualitätsanbieter und setzt überwiegend deutsche Technik ein. Als Vorteil sehe ich zudem die jahrelange Erfahrung im Sahel und die kulturelle Kompetenz. Es wird nicht irgendwo einfach eine ImpactSite platziert, sondern es wird sich vorher intensiv mit den Dorfbewohnern auseinandergesetzt.

    Warum ist es wichtig, dass es AGT gibt? Der Mini-Grid Markt ist weit von einem Verdrängungswettbewerb entfernt. Hunderte Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Strom. Wenn eine ImpactSite nicht gebaut wird, ist dort nicht automatisch ein anderer Anbieter. Es ist aktuell ein angebotsgesteuerter Markt. Viele Dörfer bewerben sich sogar bei AGT.

  2. Bei Nachrangdarlehen hast du eine feste Laufzeit (deutlich kürzer als beim Genussrecht der Series A und B) sowie einen festen Zinssatz. Du weißt also genau, was du erwarten kannst. Es gibt keine Kopplung an die Unternehmenswertentwicklung. Es ist eine Art Kredit. Wenn die Tilgung annuitätisch erfolgt, werden zudem frühzeitig erste Rückzahlungen getätigt. Allerdings gibt es einen Nachrang gegenüber Fremdkapital. Ist AGT also insolvent, werden Fremdkapitalanleger bevorzugt und es besteht das Risiko die noch nicht zurückgezahlte Summe zu verlieren.

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@Joerg @Klimakrieger
Max Viessmann erwägt nach dem Verkauf des Kerngeschäfts die Gründung eines Klima-Tech-Fonds.
Hier ein Link auf einen Artikel dazu
Vielleicht habt Ihr ja irgendeine Chance mit Ihm in Kontakt zu kommen.

Liebe Grüße
Christoph

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Hallo Christoph,

danke für den Hinweis und das Augen-offenhalten.

@Klimakrieger haben wir bereits einen Kontakt dahin oder geben wir das direkt ins Finance-Team?

LG
Jörg

Ich sehe gerade, dass AGT auf Twitter verstaubt.
Twitter hat eine zunehmende Bedeutung für die Weltöffentlichkeit.

Vorschlag:

neuen Tweet setzen > 3 Sätze zum Unternehmen > Zielsetzung > Link zur Investmentseite einfügen

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_Markus sagt: "Das Crowdinvesting läuft mit Crowd4Climate ja auf einer österreichischen Plattform. Meiner Meinung nach wäre es besonders sinnvoll Personen aus Österreich zu finden die das Projekt teilen, damit wir diese Zielgruppe adressieren.

Das ist vielleicht effektiver als den selben Personenkreis nach so kurzer Zeit erneut anzusprechen."

Meines Erachtens ist es im Fall von Cr4Cl nicht so wichtig, wo die Plattform registriert ist, Hauptsache das System ist für deutschsprachige Menschen zu verstehen und mit örtlichen (steuerlichen) Prozeduren kompatibel.
Was auch bedeutet, dass die Werbung neben Österreich auf die Schweiz, Luxemburg und ggfs. die Niederlande ausgeweitet werden könnte :wink:

A propos Zielgruppen : Ich gehe mal von mir aus: ich kannte AGT bis zum Mai 2023 nicht, erst das Interview von Torsten Klimakrieger im Deutschlandfunk Kultur hat mich erreicht, also müsste die Reichweite vergrößert werden.

Mir fielen so ein paar Multiplikatoren aus dem Bereich Energie, Finanzen, Klimaschutz, globale Gerechtigkeit und „alternative Medien“ ein, bei denen sich die AGT-Gruppe per Presseartikel, Interview, Video, oder pro-bono Anzeige bekannt machen könnte, um noch mehr Menschen mit der Idee, den Projekten und Investitionsmöglichkeiten von AGT vertraut zu machen.
Ich liste mal ein paar Medien und Organisationen auf - und vertraue darauf, dass anderen noch weitere einfallen.

Bereich erneuerbare Energie
Die Genossenschaft FairPla.Net eG M
„Wir wollen die Folgen falschen Wirtschaftens nicht durch Spenden abmildern, sondern durch verantwortungsbewusstes Wirtschaften Umweltschäden und Ungerechtigkeit von vornherein vermeiden. Dafür brauchen wir ein wirtschaftlich tragfähiges Gemeinschafts-Unternehmen von Menschen aus dem Norden und Süden unseres Planeten: fairPla.net.“
Auf der Generalversammlung spricht FairPla.net meist auch übergeordnete Themen an, oft sind Gäste vertreten. Aber auch ein Hinweis im E-Mail-Verteiler würde ca 750 Leute aus einer Kernzielgruppe erreichen.

In den letzten 10 Jahren sind ja Hunderte Bürgerenergiegenossenschaften gegründet worden, meist von Leuten, die für PV und dezentrale Energieerzeugung sensibilisiert sind. Einige von denen sind sicher an nachhaltigen Geldanlagen bzw. ImpactInvestment interessiert.
Es gibt eine gute Vernetzung , z.B. über www.energiegenossenschaften-gruenden.de oder Bündnis Bürgerenergie, die regelmäßig Newsletter und Veranstaltungen herausbringen.
Ein Problem könnte sein, dass die Bürgerenergiegenossenschaften oft eigene Projekte vor Ort finanzieren, die mit weniger Zinsen kalkulieren, so dass man aufpassen muss, dass da keine ungute Konkurrenz entsteht.

Der Solarförderverein SFV.de und Eurosolar setzen sich seit langem für die Energiewende ein, mit entsprechenden Publikationen.

Spezialisierte Finanzdienstleister im grünen Bereich
Evtl. kann man über diese größere Investitionen einwerben
· UmweltFinanz
· Reconcept
· GrünesGeld

Branchenmagazine & Blogs:
· Ecoreporter - das Bewertungsmagazin für nachhaltige Geldanlagen. Ist es schwer, dort bewertet zu werden?
· FinanzRocker - Finanzblog, der auch mal über den Tellerrand schaut
· Finanzwesir - dito
· Finanztip - macht auch ab und zu was zu Nachhaltigkeit
· Neue Energie - „Deutschlands führende Publikation für Klimaschutz und Energiewende.“ Greift gerne globale Zusammenhänge auf

Kundenmagazine
GLS-Kunden-Magazin „Bankspiegel“
Dm Drogeriemarkt: Alverde
Schrot&Korn: Magazin für Naturkostläden mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit, fairer Handel etc.
Kundenmagazine der Ökostromanbieter: die brauchen ab und zu gute Stories, z.B.
- Naturstrom
- Lichtblick
- Green Plantet Energy
- Oder gleich das GreenPeace Magazin: „Umweltschutz braucht gute Nachrichten“

Bewerbung beim taz Panter-Preis (und ähnlichen Initiativen)

  • „Es können sich nur Einzelpersonen, Initiativen und Projekte bewerben, die sich für einen Klimaschutz einsetzen, bei dem soziale Belange / soziale Gerechtigkeit mitgedacht werden.“
    Der Firmensitz muss in Deutschland sein.

  • „Das Projekt sollte in den letzten 2 Jahren keine andere große Auszeichnung (z.B. Bundesverdienstkreuz) erhalten haben. Bitte geben Sie an, ob Sie sich 2023/2024 auch für einen anderen Klimapreis bewerben/ beworben haben.“
    Die tageszeitung wird von Tausenden gelesen, die Panter-Preise beschäftigen das Publikum über Wochen und Monate hinweg, mit Vorstellung/Kurzportraits der Bewerber/Initiativen samt der eigentlichen Preisverleihung.

  • Ein Artikel in der taz über AGTs Aktivitäten im Senegal müsste ja auch möglich sein, denn am 24. 6. 2023 ist einer zum Thema erschienen: Sonne für Senegal https://taz.de/Mehr-Erneuerbare-fuer-Westafrika/!5942729&s=senegal+gas/

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Das ist eine tolle Liste von potentiellen Möglichkeiten die Bekanntheit von AGT zu steigern. Vielen Dank dafür @matthilda .

Wenn ich sehe, an welchen Stellen bereits über die Arbeit von Africa Greentec berichtet wurde und diese mit der Zahl der Investor:innen vergleiche, dann frage ich mich, wie wir es erreichen können, dass mehr Menschen, die von AGT hören oder lesen, tatsächlich in die Arbeit von AGT investieren.

Dazu folgende Beispiele:

Torsten war in der Radiosendung „SWR1 Leute“ zu Gast, die eine der zentralen Sendungen von SWR1 Baden-Württemberg ist. (Senderreichweite von SWR1: 13% der Menschen in Baden-Württemberg)

Es gab einen Bericht im Bankspiegel der GLS-Bank, die mehr als 300.000 Kunden hat und deren Kunden sicher Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Trotz der nicht gerade kleinen Zahl von Menschen, die damit bereits von der Arbeit von AGT gehört haben sollten, liegt die Zahl von Investor:innen bei ca. 4000 und das obwohl die Mindestsumme für Investments nur 250 € beträgt.

Woran liegt diese große Diskrepanz aus Eurer Sicht?

A) Gibt es so wenig Menschen, denen das nicht wichtig ist, was AGT tut?

B) Ist der Schritt zu groß, von der Arbeit von AGT zu hören und zu lesen (und diese Arbeit dann vermutlich auch positiv einzuschätzen) und sich dann im Nachgang auch mal intensiver mit AGT zu beschäftigen und nach Africa Greentec im Internet zu suchen?

C) Denken die Leute: „Das was die tun ist wirklich gut und die machen das schon“ und wird nicht erkannt, dass der Aufruf „Sei dabei“ auch eine Bitte ist, die Arbeit von AGT zu unterstützen, um einen möglichst hohen Impact zu erzielen.
Wäre eine Aussage „Helft mit. Wir brauchen für unsere Arbeit auch Eure Unterstützung.“ besser geeignet die Menschen aktiv werden zu lassen?

D) Schreckt die Komplexität des Investionsprozesses ab?

E) Sind die Risiken das eingesetzte Kapital zu verlieren zu hoch?

F) Ist eine Mindestsumme von 250 € für Investitionen bereits eine Einstiegshürde?

G) Ist die Rendite von Geldanlagen so entscheidend?

Was denkt Ihr? Wie ist Eure Erfahrung in Eurem Bekanntenkreis?

Vielleicht kann man zur nächsten Eröffnung des Anschluss eines weiteren Dorfes im Senegal an AGT auch einige Journalisten der Zeit, TAZ, Frankfurter Rundschau oder vom TV einladen.
Hat hier denn keiner aus dem Forum gute Kontakte zu Print- oder TV-Medien?

Hallo Christoph_1,

Hier mal meine Sicht zu den obigen Punkten.
Warum haben große, bekannte Firmen ganze Werbe- und PR-Abteilungen samt gehörigem Werbebudget? Weil sie den Leuten permanent ihre Werbebotschaften einhämmern, teils über Jahre und Jahrzehnte. Einmal ist keinmal, und es braucht zig Kontakte mit Werbe- oder sonstigen Botschaften, bevor etwas ins Bewusstsein der Leute dringt, und noch zig Werbekontakte von allen Ecken und Enden bevor Leute handeln.

A. Siehe oben, AGT konkurriert ja mit tausenden von Unternehmen und Organisationen, die teils berechtigte Anliegen haben

B. Der Schritt vom Wissen zum Handeln ist immer zäh und ein großer, wenn auch nur mental. Ich schätze, es braucht bei den Menschen dafür schon eine gewisse Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsthemen, -Organisationen und Erfahrung mit alternativen Investments

C. Das glaube ich nicht. Ich denke, wer sich auf den AGT-Seiten umschaut, erkennt den Investment-Bedarf.
Wobei es mir bei der öffentlichen AGT-Seite beim Stöbern als Minuspunkt auffiel, dass über die Menschen in den Dörfern der Impact-Sites nur einmalig berichtet wurde, und es - entgegen dem Versprechen - leider keine Fortsetzung gab, welche Auswirkungen der Solartainer oder die ImpactSite auf das Leben der Dorfbewohner bzw. der ganzen Gemeinschaft hat.

D. Der Investitionsprozess an sich ist ja nicht komplex, aber die ganzen Fragen zu Erfahrungen mit Fonds und Nachrangdarlehen und die Bewertung „Nicht genug Kenntnisse“ schreckt natürlich ab. Dazu sollte wohl dringend ein Beitrag geschrieben werden, dass dies vom Gesetzgeber so vorgeschrieben ist, dass das bei allen alternativen Crowd-Investments so erscheint etc.

E. Wie überall auch bei anderen Mikro- oder sonstigen alternativen Finanzprodukten - JEIN. Man muss halt streuen, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Das sind Finanz-Basics, die man entweder aus Büchern, Finanzguides oder aus bitteren Erfahrungen lernt.
Außerdem sollte vielleicht nochmal anhand einer genaueren Beispielrechnung dargelegt werden, wie hoch die bisherigen Energiekosten und Verfügbarkeit von Strom bzw für Diesel und ggfs. Brennholz sowie die Auswirkungen auf Gesundheit etc waren und wie das Dorf bzw. die einzelnen ImpactSite-Nutzerinnen durch den Solartainer befähigt werden, neue Möglichkeiten zu nutzen, Gewinne zu machen den Strom zu bezahlen. Falls es so ist, dass der Preis für Solarstrom niedriger liegt als der für Diesel, bzw durch neue Aktivitäten Gewinne erzielt werden, dann wird ja schnell klar, dass der Solartainer finanziert und somit das Investment zurückgezahlt werden kann.

F. 250 Euro finde ich absolut machbar und eine gute Schwelle. Darunter ist es wahrscheinlich gar nicht handhabbar vom Verwaltungsaufwand her.

G. Für mich ist Rendite schon ein Thema. Bei Spenden gibt’s nix zurück, ist klar, die Dynamik ist eine andere. Wenn ich aber investiere, grade auch im „grünen Bereich“, dann würde ich gerne eine gewisse Belohnung haben - so wie bei normalen Investments auch. Ich bin keine Großverdienerin und zahle schon sowieso fast überall mehr für Öko- und sonstige umweltfreundliche Produkte: von Lebensmitteln, Klamotten, Schuhen über Waschmittel und Möbel, Bahnreisen statt Flugzeug. Es ist sicher auch ein psychologischer Aspekt dabei, wenn ich mich - gerade in den Niedrigzinszeiten - gefreut habe, dass mein Investment in Windparks, einen grünen Fonds oder eine Schuhmanufaktur eine relativ gute Rendite abwirft. Es zeigt eine gewisse Konkurrenzfähigkeit zu „normalen“ Investments, eine gewisse ökologische Cleverness - hey, grünes Investment geht doch! In Zeiten von höherer Inflation wird das Thema Zinsen natürlich nochmal kritischer.

Andererseits: wenn ich ganz klar über ein Limit bei der Rendite informiert werde, weil die Stromkäufer, die Betriebskosten des Projekts nicht mehr hergeben, dann bin ich u.U. bereit, eine geringere Verzinsung in kauf zu nehmen. Das ist dann Vertrauenssache.

Vielleicht kann man ja ein zinsliches Solidaritätsmodell einführen, wie es z.B. die taz bei ihren Abopreisen gemacht hat. Ein niedrigerer politischer respektive ein höherer akzeptabler Zinssatz.

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Hallo @matthilda

das ist so nicht richtig.

1.) Es gibt bei YouTube eine eigene Playlist mit #VillageStories

2.) Mit etlichen Interviews und #ImpactStories

https://www.youtube.com/playlist?list=PLj5rq9jYcAzal0v1yxC07sD5IMQ_xsOXN

3.) Im Oktober 2023 geht ausserdem die neue Version unserer Website online, dort gibt es dann einen sehr detailierten, klickbaren Bereich mit allen Standorten und dem jeweiligen Impact. Hier schonmal eine kleine Preview.

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Ich denke der investtionsprozess, so wie bisher bei Series A und B ist wirklich etwas abschrechend. Wie auch @matthilda schrieb, diese komischen (ja vorgeschriebenen Fragen) schrecken manche ab. Meine Tochter, der ich bei finanziellen Dingen helfe, wäre dabei auch fast abgesprungen. Gibt es Erkenntnisse darüber, wieviele potentielle Investoren im Investitionsprozess abgesprungen sind?

Das Risoko des Komplettverlusts ist für manche sicher abschreckend.

Es gibt viele Informationen über die Impactsites usw. aber sie sind m.E. sehr verstreut auf den verschiednen Kanälen und man muss schon ein bisschen angefixt sein sich da überall durch zu klicken. Ich bin ja schon seit über 3 Jahren dabei und hatte bis ich begonnen habe mich mit Series B nochmal intensiver mit der Sache auseinanderzusetzen längst nicht alle positiven Infos gesehen. Vieles läuft über LinkedIn und Youtube, was für Menschen meiner Generation (die vielleicht etwas mehr Geld übrig haben) nicht gerade die meist besuchten Internetseiten sind. Ein befreundetes Ehepaar von mir, die ich angesprochen habe, taten sich auch sehr schwer, die Infos im Netz zu finden, ein einstündiges Telefongespräch mit mir hat sie dann übrzeugt.

Rendite und Laufzeit sind definitiv ein Thema, immer im Kontext des Risikos. Ich bin bei einem lokalen Bürgerenergieunternehmen engagiert (solarcomplex AG, 82 Mio € Bilanzsumme, 29 Mio € Eigenkapital, etwa 2000 Aktionäre). Die haben keine Mühe innerhalb eines halben Jahres 5 Mio neue Aktien (zu 13,5 Mio €) am lokal begrenzten Markt unterzubringen. Aber da sehen halt die Investoren direkt, was damit in gut 20 Jahren entstanden ist. Die bieten auch Genussscheine an (zuletzt 2,5% für 3 Jahre fest), die auch immer schnellstens vergriffen sind. Solarcomplex hat auch eine Aktienhandelsplattform auf ihrer Webseite, über die Aktionäre bei Bedarf ihre Aktien anbieten können. Ein weiterer großer Vorteil: sie sind ständig in der lokalen Presse. Neue Projekte werden vorgestellt und die Jahresbilanz wird ausführlich besprochen.

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@matthilda diese Beispielrechnung(en) existieren bereits. Siehe hier: https://community-staging.africagreentec.com/t/stromkostenvergleich-diesel-vs-erneuerbare-energien-agt/607?u=michael

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Ein m.E. wichtiger Punkt, der schon mehrmals angesprochen wurde, ist, überhaupt Leute außerhalb der üblichen Kanäle zu erreichen. Und hier geht es v.a. darum, die richtigen Multiplikatoren zu finden.
Ich hatte schon einmal das Thema Städtepartnerschaften angesprochen: Hier würde der Counterpart in Deutschland sicher gerne in der eigenen Lokalpresse über die jeweilige Impact Site des afrikanischen Partners berichten. Das würde auch den besonderen Charakter von AGT, der „Begegnung auf Augenhöhe“ unterstreichen. Das ist allerdings sicher kein allzu schneller Weg zu neuen Investoren, fraglich ist, ob überhaupt zu genügend Dörfern mit Impact Sites Partnerschaften bestehen.
Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht über andere lokale oder globale Partner aus der Industrie indirekt Aufmerksamkeit zu bekommen:

  1. Gezielt nachhaltig agierende Unternehmen aus der Energiebranche (z.B. Polarstern, oder auch manche Stadtwerke) ansprechen, vielleicht würden diese selbst investieren (oder haben es bereits getan) und das anschließend publizieren. Vielleicht kann man ein eine Art „Siegel“ entwerfen: „Offizieller Partner von AGT“
  2. Ähnlich ginge das evtl. mit anderen bestehenden Groß-Investoren (wie die GLS Bank) oder neu zu gewinnenden Investoren; das könnten Hersteller nachhaltiger Produkte sein oder solche, die auf Nachhaltigkeit in der Produktion achten. Mir fällt jetzt spontan z.B. Fairphone ein, oder vielleicht die Drogeriemarkt-Kette dm (wobei ich hier nicht im Detail weiß, wie viel davon Green washing ist).

Hi @johannes Johannes,
Danke für deinen Input.

Die Idee Stadtwerke anzusprechen… den Zahn will ich dir gleich ziehen. Das sind sehr sehr oft konservativ denkende Apparate. Ich arbeite desöfteren mit Stadtwerken zusammen oder für Stadtwerke. Wir sind deren Dienstleister/Berater. Stadtwerke haben einen sehr wichtigen Zweck (öffentlichen Auftrag) => Versorgung der Stadt/Kommune bzw. Daseinsvorsorge der lokalen Bevölkerung. Dazu zählt eben kein afrikanisches Dorf. Daher dürfen die auch nicht in solche Projekte investieren.

Zu DM fällt mir grad folgender aktueller Artikel ein. :wink:https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/dm-drogeriemarke-urteil-100.html

Städtepartnerschaft: Hast du hierfür ggf. Einen ersten Ansatz? Beziehungen zu einer in Frage kommenden Stadt/Kommune/Gemeinde?

@Michael Danke für den Hinweis und die Berechnung. Diese und der Verweis von @Klimakrieger auf die zuverlässigere Verfügbarkeit des Solarstroms müsste halt systematisch Eingang finden in die Beschreibung der Projekte.

Hallo mawerix, diesen Eindruck der sehr verstreuten Informationen teile ich.
Aber ich will überhaupt nicht rumkritteln, ich habe immensen Respekt vor all dem, was Torsten, Aida und das ganze Team von AGT im Lauf der Jahre in der realen Welt auf die Beine gestellt, bzw. in Afrika „in den Sand“ gesetzt und dann zur Blüte gebracht haben.

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@Christoph_1 Danke für das Lob. Die Liste ist jedoch nur wirklich gut, wenn sie auch abgearbeitet wird. Wer wird das tun? #abhaken?! → „We do“!?

Also, ich kann mir vorstellen, einige der genannten Organisationen selbst zu kontaktieren und zu fragen, ob sie Infos oder ein Investitionsangebot von AGT bei ihren Mitgliedern, KundInnen etc bekannt machen wollen.
Ich bin Mitglied bei FairPlaNet, bei der hiesigen Bürgerenergiegenossenschaft, hatte schon Kontakt zu Energiewende.jetzt, zum SFV und würde auch bei GreenPlanet Energy, UmweltFinanz und einigen anderen mal nachhören.

„I do“ - my little part - wäre das denn gewünscht? Ich oder andere aus dem Forum können ja nur anstupsen - dann muss „jemand“ von AGT übernehmen, ist das richtig und machbar? @klimakrieger

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Ich wäre auch dabei. Vor 2 Jahren hatte ich es schon mal beim dm-Kundenmagazin Alverde versucht, leider ohne Erfolg.

Hier die Rückmeldung von damals:


vielen Dank für Ihre Mail an alverde.
Schön, dass Ihnen unsere neue Rubrik gefällt.

Africa GreenTec schauen wir uns gerne als mögliches Thema an. Nachhaltige Energiegewinnung ist selbstverständliche ein wichtiger Aspekt der Zukunftsfähigkeit. Ein einzelnes Unternehmen vorzustellen ist im Kontext unseres Kundenmagazins jedoch eher schwierig (auch wenn ich den Ansatz, keine Entwicklungshilfe zu betreiben, sondern mit Menschen in afrikanischen Ländern eine professionelle Partnerschaft einzugehen, schlüssig finde).

Viele Dank für diesen Impuls.


Wir könnten im ersten Schritt versuchen einen Text als Basis zu formulieren, den wir dann an die betreffenden Stellen verschicken könnnten. Das würde den Aufwand für jede/n einzelnen reduzieren.

Wenn es gelingen würde, dass die ARD Sendung „Der Weltspiegel“ über AGT berichten würde, dann wäre das vermutlich auch ein sehr großer Hebel. So hat in der Vergangenheit ein Bericht über die Arbeit von „Generation Forest“ zu einer großen Zahl neuer Mitglieder bei dieser Genossenschaft geführt.

Gibt es Kontakte, über die ein Bericht beim Weltspiegel ermöglicht werden könnte?

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Hallo Matthilda,

danke dir für die vielen Ideen in der Liste. Diese „Abzuarbeiten“ fällt sicher vor allem mir und unserem Brand Communication sowie Finance Team zu :slight_smile: Ich habe mir schon ein Lesezeichen unter deinen Beitrag gesetzt.

Einige davon kennen wir bereits. Von Kundenmagazinen bekommen wir recht häufig Anfragen rein. Hier waren schon gute Artikel dabei. Bei den ganz großen Magazinen kamen bisher eher Werbeanfragen rein, also für Paid-Artikel. Auch hier ganz Vitamin B sicher nicht schaden… wer also Kontakte hat, immer raus!

Wenn jemand von euch persönliche Kontakte hat, dann natürlich umso besser und go for it.

Das Thema Städtepartnerschaft fällt mir noch schwer, einen Startpunkt zu finden. Man müsste sicher auch hier persönliche Kontakte zur Stadtregierung haben, ansonsten wären es sehr „random“ Anfragen, wenn man einfach Städte anspricht. Oder hat hier jemand von euch andere Erfahrungen und Ideen?

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Hi Christoph,

meine Beteiligung an Investments bei AGT waren meine ersten überhaupt.
Ich könnte mir daher vorstellen, dass D) zutreffen könnte, gerade was die jüngeren Generationen betrifft, die noch nicht viel Erfahrungen mit Investitionen jeglicher Art hatten.

Liebe Grüße
Lukas

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