Nächster ImpactToken CO2-Zertifikat für abgeschaltete Dieselgeneratoren

Sind Unternehmen ebenfalls Zielgruppe des Tokens? Dort besteht meiner Meinung nach großes Potenzial.

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Unbedingt.

Zunächst: Ich hoffe es ist ok, dass ich meinen LinkedIn-Kommentar auch hier poste. Gerade ein Ausstausch zu meinen letzten beiden Absätzen passt hier vermutlich sogar besser hin.

Kompensationszertifikate sind ein sehr schwieriges Feld, Torsten. Einerseits bin ich erstmal für jede Finanzierungsform dankbar, die es euch bei Africa GreenTec ermöglicht, mehr Projekte mit echtem Impact umzusetzen. Andererseits sehe ich mehrere Probleme mit dem Kompensationsmechanismus generell und auch eines bei euch im Speziellen:

  1. Kompensationen erleichtern das Gewissen und verzögern so echte Veränderungen. Sowohl bei Unternehmen, als auch bei Privatpersonen/Konsumenten.

  2. Doppelanrechnungen generell im Markt: Hier bei uns rechnen wir uns „klimaneutral“, dort wo die Projekte umgesetzt werden, werden die Einsparungen auch auf die Klimaziele des Landes angerechnet. Der Kompensationsmechanismus ist noch auf das Kyoto-Protokoll zurückzuführen. Seit dem Abkommen von Paris, macht er eigentlich keinen Sinn mehr. Sehr gut nachzulesen hier von Carsten Warnecke: "Ich weiß nicht, ob der Kompensationsmarkt tot ist, aber ich würde es mir wünschen"

  3. Doppelanrechnung bei euch: Wer in eure Projekte investiert, tut das sicherlich auch wegen den damit verbundenen Emissionsreduktionen und rechnet sie sich ggf. persönlich an. Wenn ihr nun die CO2-Einsparungen getrennt verkauft, rechnen sich potentiell gleich zwei Personen mit den gleichen Einsparungen sauber. Oder der Investor investiert gar nicht mehr, sondern kauft nur noch die ggf. zu billigen CO2-Zertifikate. Das müsstet ihr beim Pricing also beachten. Eine mögliche Auflösung wäre, den Investoren die CO2-Zertifikate vorab und vielleicht zu günstigeren Preisen zu verkaufen. Wer darauf aktiv verzichtet, „spendet“ euch den Mehrertrag durch den Verkauf der Zertifikate an Dritte. So oder so ist das kommunikativ nicht ganz leicht aufzulösen.

Ein Gedanke der mir am Token gut gefällt, ist die mögliche Umgehung von Zwischenhändlern, die sich sonst gerne an den Projekten bereichern. Bei euch kommt das Geld dann wenigstens wirklich zu 100% in den Projekten an und ihr könnten durch die direkten Beziehungen stärker auf die Kommunikation der Kompensation Einfluss nehmen (mit entsprechendem Aufwand). Ein Token von AGT könnte dann aber gleich mehreren hohen Qualitätskriterien Rechnung tragen: Voller Einsatz des Geldes in EE-Projekte, hohe Qualität in der Umsetzung, dauerhafte Absicherung der Einsparungen und kein Greenwashing in der Kommunikation. Das würde den Wert des Tokens weiter steigern.

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Zur Kopplung: Wäre das nicht etwas für ForTomorrow? Statt ETS+Bäume kann man sich für ETS+AGT-Impact entscheiden.

Die Bundesregierung hat den Preis 2021 zunächst auf 25 € angesetzt und will ihn schrittweise anheben bis zu einem Korridor von mindestens 55 € und maximal 65 € in 2026. Damit das neue Instrument eines Klima-Tokens für eine große Anzahl von Kleinanlegern attraktiv ist, muss einkalkuliert werden, dass es auch Risikobehaftet ist und längst nicht klar ist, ob man seine Tokens irgendwann tatsächlich zu Preisen verkaufen kann, die den Börsenpreisen für die CO2 Zertifikate nahe kommen.
Ist der Preis zu hoch, dann erreicht man nur die Idealisten. Fair ist eher der Preis, mit dem man maximale Einnahmen generieren kann, weil mit maximalen Einnahmen könnt Ihr mehr Projekte finanzieren und die Anzahl der Token nach oben treiben.
Wo jedoch dieser „faire Preis“ liegt, kann nur die Praxis zeigen. Ich glaube, es wäre am besten, es ähnlich wie die Bundesregierung es macht, mit einem niedrigen Preis zu beginnen und diesen von Jahr zu Jahr, besser Quartal zu Quartal, noch besser von Monat zu Monat durch Abstimmung in der Community zu erhöhen.
Schaut Euch mal das Modell von Flo Goette für Neco an. Das könnte vielleicht ein Vorbild sein. (4) Flo Goette | LinkedIn
(5) Neco Finance: Overview | LinkedIn
Neco is a cryptocurrency for the common good. We generate profits, provide universal basic income and protect the climate. Our vision is to build a sustainable financial system that serves the people and the planet.

Neco is positive money without interest and transaction fees. Its value is backed by a reserve and regulated collectively by all users. Our system is protected against bankruptcy and bank runs.

The Neco currency and the Necosystem are managed by the Neocracy, a decentralized collective organization (DCO). The Neocracy is a virtual organization with distributed authority and without hierarchies, based on the Holacracy management system. Our stakeholders can participate in the decision-making process through Collexa, a system of collective intelligence (CI).

Our crypto platform runs on Stackchain. Imagine Stackchain as the “Blockchain 2.0” - a faster, more efficient and more secure version of Blockchain technology. Stackchain is a Distributed Ledger Technology (DLT) that stores information in distributed databases. It supports GDPR requirements and will be carbon-neutral. Our vision is to build a powerful crypto platform for decentralization and tokenization.
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klar sehr gerne. Das Forum ist für unsere Anleger und Investoren und wir haben eine sehr aktive Community, die wir gerne einbinden in diese Themen!

Doppelanrechnungen generell im Markt

Das Problem sehe ich auch, allerdings handelt es sich formal um eine „Spende“. Mit der „Spende“ willst du etwas bewirken - etwas nachvollziehbares, etwas für Dich persönlich sinnvolles. Deinen persönlichen Handabdruck bezogen auf das CO2 kannst du nicht so einfach „ändern“, denn das liegt -wie du richtig gesagt hast- auch an dem Land in dem du lebst oder dem Energiemix der Region, die kannst du ja nicht so einfach ändern.

Das sehe ich komplett anders! Und genau dafür wollen wir den Token einführen. Unsere neuen Projekte im Bereich C&I sind kommerziell gerechnete Projekte bei der die Investoren eine Rendite erhalten, zB. wie beim geplanten Projekt:

https://community-staging.africagreentec.com/t/neues-projekt-in-vorbereitung-umstellung-von-diesel-auf-solarstrom-in-ziegelfabrik/545

Wenn der Anleger -so wie du das annimmst- nur deshalb investiert weil er sich selbst den Klima-Impact „anrechnen“ will, dann müsste er ja auf den Zins verzichten. Umfragen haben aber ergeben, dass die Leute sich bei AGT definitiv einen (relativ) hohen Zins für solche Projekte wünschen, die Diskussion haben wir hier ausführlich geführt:

https://community-staging.africagreentec.com/t/umfrage-was-ist-ein-fairer-zins-fuer-klimaschutzprojekte-von-africa-greentec/662

Bei unseren Projekten die wir zB. mit Atmosfair umsetzen, erhalten wir Darlehen für sehr sehr niedrige Zinsen und lange Laufzeiten, dafür „verkauft“ Atmosfair den von uns generierten Impact an seine Spender, die damit ihre Flugreise kompensieren:

https://www.atmosfair.de/de/klimaschutzprojekte/solarenergie/

Was wir jetzt vorhaben ist uns direkt mit den Investoren UND den Kompensationen zu vernetzen, damit diese näher am Impact und/ oder den Projekten sind. Deshalb wollen wir künftig den Impact bei den von uns entwickelten Projekten getrennt und vorallem -ohne Zwischenhändler- vermarkten.

Am Grundprinzip, des „Ablasshandels“ können wir aktuell nichts ändern, weil es NOCH keinen anderen Mechanismus gibt.

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forTomorrow kauft Zertifikate an der EU-Börse und vernichtet diese um damit den Preis zu erhöhen. Das ist aktuell nach meiner Einschätzung eine der besten Möglichkeiten der „Kompensation“. Tolles Konzept!

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Absolut! Aktuell kann man bei ForTomorrow die Kompensation auch über eine Kombination aus Zertifikatsstilllegung + Aufforstung vornehmen. Daher mein Gedanke, dass sie auch eine Kombination aus Stilllegung + AGT-Tokens anbieten könnten. Im Prinzip wäre das eine Vermarktungspartnerschaft.

Ich wollte nicht suggerieren, dass es ausschließlich um den Impact geht, sondern die Kombination machts. Man bekommt einen guten Zins UND hilft CO2 einzusparen. Da die CO2-Einsparung auch auf den Investmentseiten aufgeführt wird, denke ich schon, dass die Investoren das als Gesamtpaket sehen. Der positive Impact ist denke ich ein starkes Argument in der Risikoabwägung. Ohne dieses Argument, wird es bei einem reinen Investmentvergleich sicherlich schwerer für euch.

Ok, jetzt verstehe ich besser, wie du auf das Thema schaust. Das ist nachvollziehbar, aber ich denke nicht, dass (bei der aktuellen Kommunikation) ein Großteil der Investoren das so versteht. Wenn ihr Tokens einführt wäre es daher aus meiner Sicht wichtig, dass das auf den Investmentseiten sehr klar kommuniziert wird.

Auf den Gedanken mit ForTomorrow bin ich übrigens gekommen, weil ich selbst überlege, dort zu kompensieren. Die Zertifikatsstilllegung einer Tonne kostet dort aktuell 132€. Alternativ könnte ich bei eurer Ziegelfabrik für etwa 160€ pro Tonne (400.000€ Fundingziel / 2.500t CO2-Einsparung) kompensieren, bekomme das Geld unter Berücksichtigung des Investmentrisikos aber wieder zurück. Mit diesem Gedanken erschließt ihr euch den Kompensationsmarkt für die Investitionen: „Investieren statt kompensieren.“ Verkauft ihr nun aber die Tokens, könnte man den Impact deutlich günstiger kaufen, investiert dann aber nicht. Solange ihr die Investments trotzdem voll bekommt, geht das für euch auf. Wenn nicht… Vielleicht denke aber nur ich so und das Riskio gibt es so nicht. Das müsst ihr bewerten. :smile:

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Das ist eine interessante Betrachtungsweise, wie ich finde. Kompensation durch Investition! Wenn ich den Gedanken weiter entwickeln darf, würde ich das wie folgt machen:

Beispiel: Ich will 1 t CO2/a kompensieren. Ich investiere 2.500 € (2.366,86 € entspricht 1/169 tel von 400.000 €) in das Ziegeleiprojekt. Jedes Jahr würde damit die Kompensation von 1 t CO2 auf mein „Konto“ gehen. Das hätte einen Gegenwert von 132 € und würde 5,56 % entsprechen. Würde ich also „Anspruch“ auf diese Kompensation erheben müsste ich mit einem entsprechend geringeren Zins zufrieden sein.

Da der Zins deutlich höher ist, halte ich es durchaus für legitim, dass AGT die Token vermarktet und so die Amortisationszeit für das Projekt verkürzt, bzw. Liquidität für weitere Projekte generiert.

Im Übrigen habe ich vorrangig aufgrund des sozialen Impacts in die AGT investiert. Einem Gewerbebetrieb zu helfen langfristig unabhängig zu werden von der Entwicklung der Marktpreise für Diesel, hat für mich persönlich eher den Charakter eine „Geschäftes“ und da zählt für mich in der Tat eher der Zins als der soziale Impact. Dass mit dem Invest auch Klimaschutz betrieben wird, ist für mich mittlerweile „selbstverständlich“. Ich klopfe mein gesamtes Portfolio darauf ab, ob ich mit meinen Investitionen dem Klima schade. Wenn dies der Fall ist, suche ich nach Alternativen.

Bei meinen Immobilien, investiere ich beispielsweise in eine Reduzierung des fossilen Energieverbrauchs.

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Wäre das dann nicht eine „Bestrafung“ von Menschen, die ihr Geld klimaverantwortlich anlegen wollen? Vielfach ist doch das Problem von „Impact-Investing“, dass aufgrund geringerer Zinsen und/oder größerer Risiken weniger Kapital zur Verfügung steht. Der Zins muss also mindestens das Marktniveau bei vergleichbaren Risiken haben, um Menschen auch außerhalb der Bubble zu gewinnen. Der Impact ist dann das Unterscheidungsmerkmal gegenüber allen anderen Angeboten am Markt. Klar wäre es schön, wenn die Unternehmen, die klimaverantwortlich handeln, mit einem niedrigen Zins belohnt würden. Aber dann beschränken wir das Kapitalpotential auf die Bubble.

Ich kann beiden Betrachtungsweisen viel abgewinnen. Vielleicht ist das dann der Kompromiss :sweat_smile: :

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Hallo Johannes,

halte ich auch für einen spannenden Punkt und nehmen wir auf jeden Fall mal mit :slight_smile:
LG
Jörg

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Die Diskussion ist sehr wichtig für uns, denn sie steht im Zusammenhang mit unserem Pivot, dh. unserem Strategiewechsel hin zur Profitabilität. Eure Meinung ist uns daher sehr wichtig, denn ihr seid Mitgesellschafter und habt in Africa GreenTec investiert. Es ist also auch in eure eigenen Interesse, das wir profitabel werden.

Die getrennte Vermarktung von Impact und der Akquise von Finanzierung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Profitibilitäts - Strategie und deshalb machen wir das auch transparent.

Es gibt bereits sehr viele Möglichkeiten für Firmen und Privatpersonen Klimaschutzprojekt mittels Spenden zu unterstützen und so einen Beitrag zu leisten, das solche Projekte realisiert werden.

Der Finanzmarkt auf der anderen Seite funktioniert nach rein kapitalistischen Regeln und es war jahrelang -auch mein- Irrglaube, dass sich die Finanzwirtschaft irgendwann mal „nachhaltig“ verändert.

Leider ist das Gegenteil der Fall. Die Finanzwirtschaft folgt nur und ausschließlich der Rendite und setzt deshalb derzeit vorallem auf fossile Geschäfte, mit katastrophalen Auswirkungen für Planet, Mensch und Gesellschaft.

Deshalb sehe ich für Africa GreenTec nur eine Zukunft, wenn wir den Impact und Investing wieder trennen. Beachtet bitte dazu auch diese beiden Artikel die ich hier im Forum geschrieben habe:

https://community-staging.africagreentec.com/t/was-ist-ein-sozialunternehmen-spenden-investieren-subventionen-wie-funktioniert-blended-finance/609

https://community-staging.africagreentec.com/t/business-pivot-bei-africa-greentec-ag-warum-die-neue-crowdinvesting-kampagne-so-wichtig-ist/750/2

Was schlagt ihr vor für das bevorstehende Funding von LaFabrique?

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Für mich ist es sinnvoll und auch völlig ok, wenn ihr die CO2-Einsparung durch das Projekt getrennt vermarktet und dadurch zusätzliche Einnahmen generiert.

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Hi @Klimakrieger, wenn es für beides einen Markt gibt, dann MACHEN gemäß dem Motto #wedo.

Das eine ist ein wirtschaftliches Projekt, welches von interessierten Crowdfundern finanziert wird (und wo Impact dahintersteckt). Das andere kann die die Vermarktung des Impacts sein. Klingt für mich legitim. Vielleicht kann man beides sinnvoll ergänzen, sodass die Impact-Finanzierung dazu beiträgt, dass der Zins/die Attraktivität vom Crowdfunding steigt oder ähnliches.

Was m.E. sinnvoll wäre, ist eine Verschrottungsgarantie. Das Abschalten von Dieselgeneratoren ist das eine… aber wenn die Dinger dann später doch nochmal laufen oder woanders zum Einsatz kommen, dann ist auch nur bedingt geholfen.

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Hier schließe ich mich zu :100: % an! :green_heart:

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Hi, das sehe ich auch so! Hier werden ja echte, klimawirksame Einsparungen zertifiziert. Viel besser als beim Bäumen! Dann sollte der Preis auch ordentlich sein.
Aufgrund starker Diskussionen um Greenwashing rechne ich auch mit hoher Nachfrage. Der Druck zur Kompensation steigt ja überall, wo man nicht schnell genug selbst auf Einsparungen kommt. Und nur wenn der Preis für Kompensation auch hoch genug ist, wird tatsächlich bei den eigenen Emissionen zuerst Hand angelegt.

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Hallo @3f_HHAltona

in dem Kontext auch sehr spannend der folgende Artikel:

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Hallo ihr lieben,
auch wenn es in diesem Thema schon etwas still geworden ist, möchte ich nochmal kurz meine Skepsis äußern, die sich hauptsächlich auf die Doppelanrechnung bezieht. Es wurde zwar schon erwähnt, ich möchte es nochmal aufgreifen, nicht nur im streng rechtlichen Sinne, sonder auch im moralischen:
Ich kann gut nachvollziehen, dass die Zertifikatsmärkte eine verlockende und willkommene Kapitalquelle sind. Dahingehend wäre es auch blöd diese nicht zu nutzen, wenn sie helfen weitere Projekte zu finanzieren.
Ein Problem sehe ich allerdings darin, dass sich AGT, wenn es die Rechte am eingesparten CO2 abgibt, nicht mehr damit brüsten kann, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Sobald dieser Impact (als Zertifikat an Institutionen oder als Token an die Community) verkauft wird, geht der Impact auf das Konto des Käufers. AGT hingegen tritt das „Recht“ diesen als eigene Errungenschaft darzustellen ab. Damit sollte dann streng genommen nicht mehr damit geworben werden, dass AGT durch die Projekte zum Klimaschutz beiträgt, das dürfen dann nur noch die Käufer dieses „Rechts“ für sich beanspruchen.
Gleiches gilt meiner Meinung nach übrigens auch für die kürzlich gestarteten Impact Token. Wenn der gesamte soziale Impact tokenisiert und verkauft wird, ist AGT streng genommen kein Sozialunternehmen mehr. Der soziale Impact ist dann ausschließlich den Inhabern der Token anzurechnen.

PS: Ich hoffe das klingt für meinen ersten Beitrag hier nicht zu negativ :smiley:

Beste Grüße aus dem verschneiten Jena, Simon

Danke für das Teilen Deiner Gedanken dazu.

Ich teile Deine Bedenken nur teilweise. Zum einen beziehen sich die ImpactToken allein auf ein Dorf und nur auf das Jahr 2022. AfricaGreenTec müsste von vielen Dörfern und auch für viele der Vorjahre Token verkaufen, um Gefahr zu laufen, dass der Status als Sozialunternehmen ins Wanken geraten könnte.

Allerdings kommuniziert auch @Klimakrieger, dass die Änderungen im Geschäftsmodell seinem Sozialunternehmerherz schmerzen. Es ist also nachvollziehbar, das zu hinterfragen.

Zu den ImpactToken, um die es hier geht. Nehmen wir das Beispiel der Ziegelei La Fabirque. Da bekommen wir als Investoren satte 7 % Zinsen. Das ist eine Geldanlage, die keine „Aufwertung“ mit Klimaschutzimpact braucht. Der Kapitalmarkt ist in weiten Teilen schlicht nicht bereit auf Zins/Einnahmen zu verzichten für CO2-Einsparungen.

Beides zu trennen ist ein logischer Schritt. Den Investoren gibt man Zinsen und denen die dafür bezahlen wollen gibt man echte ImpactToken. Das ich mir als Investor dann nicht auch noch die eingesparten Emissionen zurechnen kann, ist für mich völlig ok. Das gesamte Unternehmen mit der Summe der Aktivitäten bleibt gleichwohl noch ein Unternehmen, dass den Klimaschutz aktiv voran treibt. Wer realisiert den ansonsten solche Leuchtturmprojekte?

Ich bin diesbezüglich Opportunist. Können weitere Einnahmen erzielt werden, um das Abschalten weiterer Dieselgeneratoren zu beschleunigen, dann unterstütze ich das voll und ganz. Das treibt den Klimaschutz stärker und schneller voran.

Beste Grüße aus dem verschneiten Ammersbek, Sönke

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