Nächster ImpactToken CO2-Zertifikat für abgeschaltete Dieselgeneratoren

klar sehr gerne. Das Forum ist für unsere Anleger und Investoren und wir haben eine sehr aktive Community, die wir gerne einbinden in diese Themen!

Doppelanrechnungen generell im Markt

Das Problem sehe ich auch, allerdings handelt es sich formal um eine „Spende“. Mit der „Spende“ willst du etwas bewirken - etwas nachvollziehbares, etwas für Dich persönlich sinnvolles. Deinen persönlichen Handabdruck bezogen auf das CO2 kannst du nicht so einfach „ändern“, denn das liegt -wie du richtig gesagt hast- auch an dem Land in dem du lebst oder dem Energiemix der Region, die kannst du ja nicht so einfach ändern.

Das sehe ich komplett anders! Und genau dafür wollen wir den Token einführen. Unsere neuen Projekte im Bereich C&I sind kommerziell gerechnete Projekte bei der die Investoren eine Rendite erhalten, zB. wie beim geplanten Projekt:

https://community-staging.africagreentec.com/t/neues-projekt-in-vorbereitung-umstellung-von-diesel-auf-solarstrom-in-ziegelfabrik/545

Wenn der Anleger -so wie du das annimmst- nur deshalb investiert weil er sich selbst den Klima-Impact „anrechnen“ will, dann müsste er ja auf den Zins verzichten. Umfragen haben aber ergeben, dass die Leute sich bei AGT definitiv einen (relativ) hohen Zins für solche Projekte wünschen, die Diskussion haben wir hier ausführlich geführt:

https://community-staging.africagreentec.com/t/umfrage-was-ist-ein-fairer-zins-fuer-klimaschutzprojekte-von-africa-greentec/662

Bei unseren Projekten die wir zB. mit Atmosfair umsetzen, erhalten wir Darlehen für sehr sehr niedrige Zinsen und lange Laufzeiten, dafür „verkauft“ Atmosfair den von uns generierten Impact an seine Spender, die damit ihre Flugreise kompensieren:

https://www.atmosfair.de/de/klimaschutzprojekte/solarenergie/

Was wir jetzt vorhaben ist uns direkt mit den Investoren UND den Kompensationen zu vernetzen, damit diese näher am Impact und/ oder den Projekten sind. Deshalb wollen wir künftig den Impact bei den von uns entwickelten Projekten getrennt und vorallem -ohne Zwischenhändler- vermarkten.

Am Grundprinzip, des „Ablasshandels“ können wir aktuell nichts ändern, weil es NOCH keinen anderen Mechanismus gibt.

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forTomorrow kauft Zertifikate an der EU-Börse und vernichtet diese um damit den Preis zu erhöhen. Das ist aktuell nach meiner Einschätzung eine der besten Möglichkeiten der „Kompensation“. Tolles Konzept!

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Absolut! Aktuell kann man bei ForTomorrow die Kompensation auch über eine Kombination aus Zertifikatsstilllegung + Aufforstung vornehmen. Daher mein Gedanke, dass sie auch eine Kombination aus Stilllegung + AGT-Tokens anbieten könnten. Im Prinzip wäre das eine Vermarktungspartnerschaft.

Ich wollte nicht suggerieren, dass es ausschließlich um den Impact geht, sondern die Kombination machts. Man bekommt einen guten Zins UND hilft CO2 einzusparen. Da die CO2-Einsparung auch auf den Investmentseiten aufgeführt wird, denke ich schon, dass die Investoren das als Gesamtpaket sehen. Der positive Impact ist denke ich ein starkes Argument in der Risikoabwägung. Ohne dieses Argument, wird es bei einem reinen Investmentvergleich sicherlich schwerer für euch.

Ok, jetzt verstehe ich besser, wie du auf das Thema schaust. Das ist nachvollziehbar, aber ich denke nicht, dass (bei der aktuellen Kommunikation) ein Großteil der Investoren das so versteht. Wenn ihr Tokens einführt wäre es daher aus meiner Sicht wichtig, dass das auf den Investmentseiten sehr klar kommuniziert wird.

Auf den Gedanken mit ForTomorrow bin ich übrigens gekommen, weil ich selbst überlege, dort zu kompensieren. Die Zertifikatsstilllegung einer Tonne kostet dort aktuell 132€. Alternativ könnte ich bei eurer Ziegelfabrik für etwa 160€ pro Tonne (400.000€ Fundingziel / 2.500t CO2-Einsparung) kompensieren, bekomme das Geld unter Berücksichtigung des Investmentrisikos aber wieder zurück. Mit diesem Gedanken erschließt ihr euch den Kompensationsmarkt für die Investitionen: „Investieren statt kompensieren.“ Verkauft ihr nun aber die Tokens, könnte man den Impact deutlich günstiger kaufen, investiert dann aber nicht. Solange ihr die Investments trotzdem voll bekommt, geht das für euch auf. Wenn nicht… Vielleicht denke aber nur ich so und das Riskio gibt es so nicht. Das müsst ihr bewerten. :smile:

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Das ist eine interessante Betrachtungsweise, wie ich finde. Kompensation durch Investition! Wenn ich den Gedanken weiter entwickeln darf, würde ich das wie folgt machen:

Beispiel: Ich will 1 t CO2/a kompensieren. Ich investiere 2.500 € (2.366,86 € entspricht 1/169 tel von 400.000 €) in das Ziegeleiprojekt. Jedes Jahr würde damit die Kompensation von 1 t CO2 auf mein „Konto“ gehen. Das hätte einen Gegenwert von 132 € und würde 5,56 % entsprechen. Würde ich also „Anspruch“ auf diese Kompensation erheben müsste ich mit einem entsprechend geringeren Zins zufrieden sein.

Da der Zins deutlich höher ist, halte ich es durchaus für legitim, dass AGT die Token vermarktet und so die Amortisationszeit für das Projekt verkürzt, bzw. Liquidität für weitere Projekte generiert.

Im Übrigen habe ich vorrangig aufgrund des sozialen Impacts in die AGT investiert. Einem Gewerbebetrieb zu helfen langfristig unabhängig zu werden von der Entwicklung der Marktpreise für Diesel, hat für mich persönlich eher den Charakter eine „Geschäftes“ und da zählt für mich in der Tat eher der Zins als der soziale Impact. Dass mit dem Invest auch Klimaschutz betrieben wird, ist für mich mittlerweile „selbstverständlich“. Ich klopfe mein gesamtes Portfolio darauf ab, ob ich mit meinen Investitionen dem Klima schade. Wenn dies der Fall ist, suche ich nach Alternativen.

Bei meinen Immobilien, investiere ich beispielsweise in eine Reduzierung des fossilen Energieverbrauchs.

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Wäre das dann nicht eine „Bestrafung“ von Menschen, die ihr Geld klimaverantwortlich anlegen wollen? Vielfach ist doch das Problem von „Impact-Investing“, dass aufgrund geringerer Zinsen und/oder größerer Risiken weniger Kapital zur Verfügung steht. Der Zins muss also mindestens das Marktniveau bei vergleichbaren Risiken haben, um Menschen auch außerhalb der Bubble zu gewinnen. Der Impact ist dann das Unterscheidungsmerkmal gegenüber allen anderen Angeboten am Markt. Klar wäre es schön, wenn die Unternehmen, die klimaverantwortlich handeln, mit einem niedrigen Zins belohnt würden. Aber dann beschränken wir das Kapitalpotential auf die Bubble.

Ich kann beiden Betrachtungsweisen viel abgewinnen. Vielleicht ist das dann der Kompromiss :sweat_smile: :

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Hallo Johannes,

halte ich auch für einen spannenden Punkt und nehmen wir auf jeden Fall mal mit :slight_smile:
LG
Jörg

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Die Diskussion ist sehr wichtig für uns, denn sie steht im Zusammenhang mit unserem Pivot, dh. unserem Strategiewechsel hin zur Profitabilität. Eure Meinung ist uns daher sehr wichtig, denn ihr seid Mitgesellschafter und habt in Africa GreenTec investiert. Es ist also auch in eure eigenen Interesse, das wir profitabel werden.

Die getrennte Vermarktung von Impact und der Akquise von Finanzierung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Profitibilitäts - Strategie und deshalb machen wir das auch transparent.

Es gibt bereits sehr viele Möglichkeiten für Firmen und Privatpersonen Klimaschutzprojekt mittels Spenden zu unterstützen und so einen Beitrag zu leisten, das solche Projekte realisiert werden.

Der Finanzmarkt auf der anderen Seite funktioniert nach rein kapitalistischen Regeln und es war jahrelang -auch mein- Irrglaube, dass sich die Finanzwirtschaft irgendwann mal „nachhaltig“ verändert.

Leider ist das Gegenteil der Fall. Die Finanzwirtschaft folgt nur und ausschließlich der Rendite und setzt deshalb derzeit vorallem auf fossile Geschäfte, mit katastrophalen Auswirkungen für Planet, Mensch und Gesellschaft.

Deshalb sehe ich für Africa GreenTec nur eine Zukunft, wenn wir den Impact und Investing wieder trennen. Beachtet bitte dazu auch diese beiden Artikel die ich hier im Forum geschrieben habe:

https://community-staging.africagreentec.com/t/was-ist-ein-sozialunternehmen-spenden-investieren-subventionen-wie-funktioniert-blended-finance/609

https://community-staging.africagreentec.com/t/business-pivot-bei-africa-greentec-ag-warum-die-neue-crowdinvesting-kampagne-so-wichtig-ist/750/2

Was schlagt ihr vor für das bevorstehende Funding von LaFabrique?

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Für mich ist es sinnvoll und auch völlig ok, wenn ihr die CO2-Einsparung durch das Projekt getrennt vermarktet und dadurch zusätzliche Einnahmen generiert.

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Hi @Klimakrieger, wenn es für beides einen Markt gibt, dann MACHEN gemäß dem Motto #wedo.

Das eine ist ein wirtschaftliches Projekt, welches von interessierten Crowdfundern finanziert wird (und wo Impact dahintersteckt). Das andere kann die die Vermarktung des Impacts sein. Klingt für mich legitim. Vielleicht kann man beides sinnvoll ergänzen, sodass die Impact-Finanzierung dazu beiträgt, dass der Zins/die Attraktivität vom Crowdfunding steigt oder ähnliches.

Was m.E. sinnvoll wäre, ist eine Verschrottungsgarantie. Das Abschalten von Dieselgeneratoren ist das eine… aber wenn die Dinger dann später doch nochmal laufen oder woanders zum Einsatz kommen, dann ist auch nur bedingt geholfen.

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Hier schließe ich mich zu :100: % an! :green_heart:

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Hi, das sehe ich auch so! Hier werden ja echte, klimawirksame Einsparungen zertifiziert. Viel besser als beim Bäumen! Dann sollte der Preis auch ordentlich sein.
Aufgrund starker Diskussionen um Greenwashing rechne ich auch mit hoher Nachfrage. Der Druck zur Kompensation steigt ja überall, wo man nicht schnell genug selbst auf Einsparungen kommt. Und nur wenn der Preis für Kompensation auch hoch genug ist, wird tatsächlich bei den eigenen Emissionen zuerst Hand angelegt.

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Hallo @3f_HHAltona

in dem Kontext auch sehr spannend der folgende Artikel:

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Hallo ihr lieben,
auch wenn es in diesem Thema schon etwas still geworden ist, möchte ich nochmal kurz meine Skepsis äußern, die sich hauptsächlich auf die Doppelanrechnung bezieht. Es wurde zwar schon erwähnt, ich möchte es nochmal aufgreifen, nicht nur im streng rechtlichen Sinne, sonder auch im moralischen:
Ich kann gut nachvollziehen, dass die Zertifikatsmärkte eine verlockende und willkommene Kapitalquelle sind. Dahingehend wäre es auch blöd diese nicht zu nutzen, wenn sie helfen weitere Projekte zu finanzieren.
Ein Problem sehe ich allerdings darin, dass sich AGT, wenn es die Rechte am eingesparten CO2 abgibt, nicht mehr damit brüsten kann, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Sobald dieser Impact (als Zertifikat an Institutionen oder als Token an die Community) verkauft wird, geht der Impact auf das Konto des Käufers. AGT hingegen tritt das „Recht“ diesen als eigene Errungenschaft darzustellen ab. Damit sollte dann streng genommen nicht mehr damit geworben werden, dass AGT durch die Projekte zum Klimaschutz beiträgt, das dürfen dann nur noch die Käufer dieses „Rechts“ für sich beanspruchen.
Gleiches gilt meiner Meinung nach übrigens auch für die kürzlich gestarteten Impact Token. Wenn der gesamte soziale Impact tokenisiert und verkauft wird, ist AGT streng genommen kein Sozialunternehmen mehr. Der soziale Impact ist dann ausschließlich den Inhabern der Token anzurechnen.

PS: Ich hoffe das klingt für meinen ersten Beitrag hier nicht zu negativ :smiley:

Beste Grüße aus dem verschneiten Jena, Simon

Danke für das Teilen Deiner Gedanken dazu.

Ich teile Deine Bedenken nur teilweise. Zum einen beziehen sich die ImpactToken allein auf ein Dorf und nur auf das Jahr 2022. AfricaGreenTec müsste von vielen Dörfern und auch für viele der Vorjahre Token verkaufen, um Gefahr zu laufen, dass der Status als Sozialunternehmen ins Wanken geraten könnte.

Allerdings kommuniziert auch @Klimakrieger, dass die Änderungen im Geschäftsmodell seinem Sozialunternehmerherz schmerzen. Es ist also nachvollziehbar, das zu hinterfragen.

Zu den ImpactToken, um die es hier geht. Nehmen wir das Beispiel der Ziegelei La Fabirque. Da bekommen wir als Investoren satte 7 % Zinsen. Das ist eine Geldanlage, die keine „Aufwertung“ mit Klimaschutzimpact braucht. Der Kapitalmarkt ist in weiten Teilen schlicht nicht bereit auf Zins/Einnahmen zu verzichten für CO2-Einsparungen.

Beides zu trennen ist ein logischer Schritt. Den Investoren gibt man Zinsen und denen die dafür bezahlen wollen gibt man echte ImpactToken. Das ich mir als Investor dann nicht auch noch die eingesparten Emissionen zurechnen kann, ist für mich völlig ok. Das gesamte Unternehmen mit der Summe der Aktivitäten bleibt gleichwohl noch ein Unternehmen, dass den Klimaschutz aktiv voran treibt. Wer realisiert den ansonsten solche Leuchtturmprojekte?

Ich bin diesbezüglich Opportunist. Können weitere Einnahmen erzielt werden, um das Abschalten weiterer Dieselgeneratoren zu beschleunigen, dann unterstütze ich das voll und ganz. Das treibt den Klimaschutz stärker und schneller voran.

Beste Grüße aus dem verschneiten Ammersbek, Sönke

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Vllt kann man ja auch ein projekt „zweiteilen“ einmal normale Zinsen und CO² zertifikate extern verkaufen und einmal mit geringeren Zinsen dafür mit CO² Zertifikaten.(oder zumindestens einem teil der CO² Zertifikate).

Weil ich die Investents auch wegen der CO² Einsparung mache, die ich dann ja rein rechtlich nicht mache.
Auch wenn die CO² Einsparung und deren Zertifikate ohne das Finanzierte Projekt auch gar nicht erst entstehen würde.

Was wäre der Zins unterschied bei La Fabirque mit CO² Zertifikaten ca. ?

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Das lässt sich glaube ich gar nicht so genau beziffern. Denn beim Projekt „La Fabrique“ hat man sich erst sehr spät dazu entschieden die CO² Einsparung separat zu verkaufen. Die 7 % Zinsen sind für ein Sozialunternehmen aber schon eher höher angesiedelt.

Ein gutes Beispiel für ein Projekt mit einem größeren Fokus auf Impact ist die Finanzierung von „Zwei SOLARBAKERYs für Impact Sites im Senegal“ auf Crowd4Climate: Investment Zwei SOLARBAKERYs für Impact Sites im Senegal | Crowd4Climate
Der Zinssatz hier beträgt 5,5 %. Vielleicht also ein passender Invest für dich?

Sehr spannend fand ich auch die Idee eine ImpactSite durch die Community mit einem Minimalzinssatz von beispielsweise 2,5 % zu finanzieren: Gemeinsam eine ImpactSite finanzieren? - Was wäre dazu nötig - Community-Diskussion - #44 von soebe

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Hallo Simon,

noch einige Gedanken zum Thema „ist AGT noch ein Sozialunternehmen wenn der Impact tokenisiert und verkauft wird“?
Mit der gleichen Logik wäre ja eine Hilfsorganisation keine Hilfsorganisation, weil nur die Spender den Impact finanzieren. Und trotzdem hast du meiner Meinung nach zum Teil Recht. Weder AGT noch eine klassische Hilfsorganisation können sich den ganzen Ruhm zuschreiben, sondern eigentlich nur den qualitativen/ quantitativen Unterschied zu einer anderen Organisation, die mit den gleichen Ressourcen arbeiten könnte. Ein einfacheres Beispiel ist eine Ärztin: Wenn sie am Tag fünf lebensrettende Operationen durchführt kann sie sich eigentlich nicht fünf gerettete Leben zuschreiben, sondern nur den Unterschied zu einer anderen Ärztin, die ihre Stelle genauso hätte besetzen können. Mit solchen Gedankenspielen beschäftigt sich der „Effektive Altruismus“.
Wenn ich also AGT 1000 Euro für CO2-Eibsparung gebe, ist der Verdienst von AGT der zusätzlich generierte Impact im Vergleich zu einer anderen Organisation, denen ich die 1000 Euro auch hätte geben können.
Die Tokenisierung von CO2-Einsparung und social Impact suggeriert jetzt natürlich, dass durch die Messung alles völlig vergleichbar ist. Eine gesparte Tonne CO2 ist eben eine Tonne. Ich glaube das aber nicht, auch hier spielt Qualität eine Rolle, etwa in Bezug auf Nachhaltigkeit der Einsparung, gleichzeitigem social Impact als Nebeneffekt, Empowerment durch Handeln auf Augenhöhe usw…

Grüße aus dem verschneiten Naumburg, nicht weit von Jena :slight_smile:

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Hallo Simon, hallo Damaris,

danke für eure Beiträge und Gedanken dazu. Mein erster Gedanke führte auch in Damaris Richtung und gern gehe ich damit einen Schritt weiter in dem Gedankenspiel.

Theoretisch darf gar kein Unternehmen sich als Sozialunternehmen oder CO2 Senker bezeichnen, wenn es nach deiner Theorie geht, Simon. Denn alle Unternehmen müssen Einnahmen erzielen und verkaufen Produkte. Bei einem nachhaltigen Stromanbieter wären auch die Kunden, die für den Strom bezahlen die Impactträger, bei der genannten Ärztin die Krankenkassen bzw. deren Mitglieder, da die Ärztin auch für Ihre Leistung bezahlt wird.

Wichtig ist doch, wie man seine Wertschöpfung kanalisiert. Wir bleiben bei den Beispielen: Die Token und deren Käufer setzen ja nicht das Projekt um und finanzieren es auch niemals voll, sondern lediglich einen Anteil daran. Die Ärztin nutzt ihre Schaffenskraft für Herz-OPs statt für die Forschung an Biokampfstoffen.

Was ich sagen will: Ein Sozialunternehmen macht nicht aus, wie und wie viele Investments generiert werden, sondern dass dies im Sinne eines positiven Impacts erfolgt und vor allem auch ehrlich und transparent.

Liebe Grüße gerade aus Halle (auch nicht weit von Jena)
Jörg :slight_smile:

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Das war natürlich nur ein Gedankenspiel für das Extremszenario, dass der gesamte Impact tokenisiert wird, um das Prinzip zu verdeutlichen.

In meinen Augen muss man aber deutlichen unterscheiden, ob man sagt: „Spende für dieses Projekt damit wir gemeinsam ein Problem lösen“, oder „Wir veräußern ein Zertifikat für den erzielten Impact, es gehört jetzt allein dir“. Solange da eindeutig differenziert wird und klar wird, dass es nur eine Spende ohne Gegenwert ist, stimme ich zu.

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