Klimawandel im Sahel

Liebe Community,
wie ihr wisst, sind wir mit unseren Projekten überwiegend in der Sahalregion unterwegs (Mali, Niger, Senegal, Tschad). In unserer Kommunikation versuchen wir oft die positiven Geschichten unserer Kunden in den Vordergrund zu stellen. Unglaublich, was Strom für einen Unterschied macht! Das Narrativ des armen Kontinents wollen wir damit verändern, Menschen würdevoll Porträtieren, das Potenzial von Afrika aufzeigen und zum Mitmachen anregen. Viele Organisationen nutzen an dieser stelle oft das Leid, um Aufmerksamkeit zu generieren. Dennoch ist die Sahelzone natürlich auch von unglaublich großen Herausforderungen geprägt. Die Realität ist sehr herausfordernd, an einigen Stellen schlimm, an anderen Stellen schön, voller überwältigender Kultur und und schönem Miteinander geprägt. Hier findet ihr einen interessanten Beitrag von Deutsche Welle, der die Herausforderungen von den Folgen des Klimawandels, Krieg und Extremismus aufzeigt. Was denkst du dazu? Bist du selber schon mal vor Ort gewesen und hast eine eigene Meinung bilden können?

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Lieber Jasper, liebe Community,
ja, der Klimawandel ist auch in der Sahelregion zu spüren. Für Interessierte keine Überraschung. Das DW Video mit den Fotos von Andy Spyra zeigt die Zusammenhänge recht gut auf. Was zum Konflikt zwischen Bauern und Nomaden gesagt und gezeigt wird, ist leider auch nicht neu. Befürchte im Zuge des Klimawandels wird es sie verstärkt geben. Selber war ich seit Anfang der 90ger Jahre öfters im westlichen Teil des Sahelgürtels. Neben dem Senegal, Gambia, auch in Mali. Von daher sind mir die Hintergründe, Menschen, Landschaften, wie auch schöne und ebenso unschöne Seiten nicht unbekannt.

Nur, aufgrund meiner Erfahrungen und daraus genierten (Teil-)Kenntnissen ist mir auch bekannt, dass ähnliche Bedingungen, wie auch (komischerweise) quasi ähnliche Hintergründe, zum Beginn des Darfur Konfliktes oder -Krise (je nachdem welche Betrachtung eingenommen wird) auch in diesem östlichen Teil der Sahelregion (od. gürtels) die Ursachen dort waren. Hier, der örtlichen Energiearmut etwas entgegen zusetzen, wie z.B. mit dem Ansatz von Africa GreenTec macht schon Sinn.

Was mir fehlt, ähnlich beim o.g. DW-Beitrag, sind Verbindungen oder Ähnlichkeiten zu erkennen bzw. darauf hinzuweisen, wo den lokalen Bevölkerungen Möglichkeiten angeboten werden, aus sich heraus ihrer Jugend Perspektiven anbieten können, die mehr sind, als sich nur wilden Horden anzuschließen oder nach Europa abzuhauen. Was bei GreenTec nicht der Fall ist. Mit elektrischen Strom kann vieles verändert werden. Wenn es bei Technik und seiner Nutzung, ohne Reflektion bleibt, wird es auch im Sahel mit dem Klimawandel als Monster etc.weitergehen. Halt etwas anders, da technisch etwas aufgepeppelt.

Kann in diesem Zusammenhang auf 2 Beiträge verweisen, die, durch einen Perspektivwechsel, Hintergründe und Zusammenhänge gut aufzeigen und auch vermitteln.

https://borga-themovie.com/ läuft vielleicht noch in einigen Kinos in Deutschland. Soll z.Zt. in Ghana gezeigt werden, erhalte dazu nur schwer Informationen.

"Das verlorene Paradies": Gurnah zeigt Verlust von Traditionen | NDR.de - Kultur - Buch habe es mir als Hörbuch vor den Feiertagen noch besorgen können und kann es nur empfehlen. Den Vergleicht zu Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ halte ich für sehr gewagt, um nicht zu sagen ganz schön daneben!

Hier, Africa GreenTec unterstützen, kann ich mir vorstellen. Ob diese Plattform der sinnvollste Rahmen dafür ist, bin ich noch nicht überzeugt.

In diesem Sinne, Alles Gute für 2022

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Thanks, Jasper for the post !

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Ein anderer interessanter Beitrag zu dem Thema wurde am 7. Januar 2022 auf ntv veröffentlicht.

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