Weltneuheit! Eine neue Asset-Klasse - der ImpactToken von Africa GreenTec

Ja super! Habe es aber noch nicht so ganz genau verstanden. Von daher, möchte ich es mit mehreren einfachen Fragen etwas herunterbrechen.
Dient der Token dazu, dass Privatleute, die sich sozial-ökogologisch engagieren (investieren) wollen, dass hierüber tun können?
Gibt es darüber hinaus den Aspekt der Wertsteigerung des Tokens?
Ist der Token eher für Unternehmen, die ihre Umweltverschmutzung z. B.durch Flüge oder Industriemissionen dadurch kompensieren?
Bin gespannt auf die Antworten!

2 Likes

vorstellung Impact-Messurement für AGT Forum (1)

Ich weiß, für die meisten von euch ist der #ImpactToken noch ein völliges Neuland und das Thema Blockchain ist zu Recht kontrovers, aber im Verlauf der nächsten Wochen und Monate werdet ihr merken, dass ihr hier Teil einer wichtigen und großen Veränderung sein könnt.

Für Africa GreenTec ist der #ImpactToken eine Chance, langfristig eine nachhaltige Finanzierung für die impactsite aufzubauen. Das Ganze ist wissenschaftlich begleitet von mehreren großen Universitäten und wir haben das jetzt in knapp 4 Jahren vorbereitet.

Insofern nehmt es bitte erstmal sehr ernst, es ist kein „dummer Jungenstreich“, sondern wir reden hier von einem Konzept, das ähnlich entscheidend ist wie die Einführung der europäischen Emissionsbörse vor 15 Jahren.

:white_check_mark: Was ist das Ziel von Africa GreenTec?
Unser Ziel der Tokenisierung von impact ist es, eine alternative/zusätzliche Finanzierungsquelle zu verzinsten Darlehen für die impactsite im globalen Süden aufzubauen, um eine Profitabilität herzustellen.

:white_check_mark: Was ist der Nutzen des Tokens für den Käufer/ die Käuferin?
Der Benefit/Nutzen liegt darin, dass eine „Gemeinwohl-Leistung“ zunächst wissenschaftlich gemessen wird. Hier wurde mit sehr viel wissenschaftlicher Arbeit (darüber wurden eine Doktorarbeit und mehrere Masterarbeiten geschrieben) zunächst eine komplexe Matrix entwickelt, anhand der sich Veränderungsprozesse „messen“ lassen.

Der Käufer/die Käuferin weiß also genau, welche Gegenleistung sie mit dem Kauf des eindeutigen, unveränderbaren Zertifikats (NFT) erhält. Sie ist „verbrieft“.

:white_check_mark: Was ist der Gegenwert eines Token?
Das Gemeinwohl hat einen Wert. Diesen Wert machen wir zunächst mit dem NFT (Token) eindeutig und unveränderbar und anschließend „handelbar“. Dafür verwenden wir den „Token“, der in Form eines „Smartcontracts“ einzigartig auf einer Blockchain (Datenkette) hinterlegt wird.

:white_check_mark: Pilotprojekt SDG-7 Token: 1.197 Zugänge zu Strom in Niger
Die jetzige Tokenemission ist ein Pilotprojekt, ein technischer Testlauf sozusagen. Hier testen wir weltweit erst- und einmalig den „Marktwert“, aber auch die technische Funktionsweise des Zahlungsprozesses.

:white_check_mark: Wie entsteht die Festlegung des Preises/des Werts je Token?
Wir kennen (aus der Forschung und Erfahrung) den tatsächlichen „Wert“ einer Elektrifizierungsmaßnahme eines afrikanischen Haushalts. Derzeit liegt der bei ca. 600 Euro pro Stromanschluss. „Bezahlen“ tut das aktuell die Weltgemeinschaft, z.B. durch Institutionen wie der Weltbank oder anderer Entwicklungsbanken, außerdem finanzieren auch Stiftungen oder Nachhaltigkeitsfonds wie der Klimafonds den Zugang zu bezahlbarer, erneuerbarer Energie.

Wir versuchen jetzt das Thema #sdg7 aus dem sehr intransparenten, sehr komplexen Umfeld der Entwicklungsfinanzierung herauszulösen und für „Jedermann“ investierbar zu machen. Unser Token ist letztlich der Punkt, an dem ein, bisher nur institutionellen Akteuren vorbehaltener Markt, demokratisiert wird.

Wie an anderer Stelle bereits geschrieben, die EU-Emissionsbörse war bisher nur Unternehmen aus der Energiebranche zugänglich. Erst durch NGOs, wie Atmosfair oder ForTomorrow, konnten auch Privatpersonen und/oder andere Firmen an dem Mechanismus teilnehmen und z.B. Flugreisen oder ihren Fuß- bzw. Handabdruck kompensieren.

Schaubild-Kompensation-klein-1

Die aktuelle Entwicklung und der Kompensationsmarktes des CO2-Preises je Tonne ist vergleichbar mit dem Token, den wir jetzt einführen. Allerdings werden wir insgesamt 17 Token (eines für jedes SDG) auf den Markt bringen und nicht „nur CO2“.

Dadurch lässt sich, und das ist die Revolution, künftig transparent und unveränderbar (das ist der Smartcontract, siehe Bild darunter) eine „Nachhaltigkeits-Leistung“ festhalten, messen und öffentlich einsehbar und transparent dokumentieren. Wenn sich das durchsetzt gibt es künftig kein „Green- oder Whitewashing“ mehr, da jeder nachvollziehen kann wie eine Nachhalltigkeitsmaßnahme umgesetzt und wissenschaftlich belegt/ überprüft wurde.

NFT_ownership_diagram

7 Likes

Ich hab’s getan. Ich habe es zwar noch nicht 100% verstanden, aber 31,41 US$ (inklusibve Gebühren) ist mir der Versuch und die mögliche Gewinn von Erfahrung mit solchen Instrumenten wert.

2 Likes

Lieber Werner,

da du ja zu der Generation gehörst die noch schwarz-weiß-Fernsehen kennt, ist es mir besonders wichtig dich abzuholen.

Bitte sag mir, was du noch nicht verstanden hast. Wir haben 4 Jahre auf diesen Tag hingearbeitet und ich brenne darauf dir jede Frage, die Du hast zu beantworten!

2 Likes

Lieber Torsten,
ich habe verstanden, dass die Token ein Instrument sind, um die von AGT geschaffenen Impacts, hier speziell die Versorgung mit sauberer Energie, zu vermarkten. Soweit, so gut und wichtig.
Mein Verständnisproblem liegt eher in den Verfahren der Blockchain und der Erzeugung der Token. Ich bin zwar von Haus aus Naturwissenschaftler, aber das habe ich noch nicht ganz durchblickt. Da ich aber eine Tochter und einen Schwiegersohn habe, die Informatiker sind, werde ich demnächst vermutlich von denen aufgeklärt. :grinning:
Ich finde das auf jeden Fall spannend und war sehr erstaunt, wie einfach das geht. Einfacher wie einen PC im Internet kaufen.
Liebe Grüße
Martin

Um die Wirkungsweise unseres neuen Token zu erklären, möchte ich das anhand eines konkreten Beispiels einmal aufzeigen.

Ihr kennt alle den #cooltainer: es ist ein autarkes Kühlhaus, das Africa GreenTec entwickelt hat, um Farmern bei der Reduktion von Ernteverlusten zu helfen.

Es gibt jetzt verschiedene Betrachtungsweisen für uns als Unternehmen. Die klassische Variante, die jeder von uns kennt, ist: Wir verkaufen das Ding.

Da so eine Technologie als Asset aber relativ teuer ist, können sich die Farmer das in der Regeln nicht leisten. Sie können zwar für den Kühlraum etwas bezahlen, sie sind aber im globalen Süden in der Regel nicht in der Lage, die Investitionskosten „upfront“ aufzubringen.

Also muss jemand die Anlage finanzieren und betreiben. Das haben wir jetzt erfolgreich als Pilotprojekt in Gambia umgesetzt:

https://community-staging.africagreentec.com/t/riesen-erfolg-fuer-die-agt-foundation-e-v-erfolgreiche-implentierung-des-cooltainer-in-gambia/558

Ein anderer Weg ist, dass die Veränderungsprozesse, also der impact durch den Betrieb der Anlage und das „zur Verfügenstellen“ der Technolgie an die Endnutzer, „finanziert“ wird.

Das ist sehr komplex und bisher gibt es diesen Markt nur im Bereich der CO2-Kompensation, einerseits den regulierten Markt mit sog. „Gold Standard“ über die Handelsbörse der EU und anderseits den sog. „Volantary Markt“, also die freiwillige Kompensation, wie z.B. bei Atmosfair oder myClimate, wo letztlich das eigene „Gewissen“ beruhigt wird. Hier gibt es, zu Recht, auch viel Kritik, insbesondere bei der oft fragwürdigen Wirkungsweise der Klimaschutzmaßnahme (Thema Bäume pflanzen).

Anders sieht es bei messbarem Impact aus, also wenn man z.B. einen Dieselgenerator physisch durch eine Photovoltaikanlage ersetzt wird. Im Bereich der Kühlkette entstehen CO2-Emissionen durch Food-loss, also das Verderben von Lebensmitteln.

Zusätzlich gibt es viele andere Effekte, wie z.B. die Ernährungssicherung, Migration usw… Welche Wirkungszusammenhänge ein einzelner Cooltainer verändert, sieht man hier:

Die Wirkung eines Investments von 80.000 Euro führt dazu, dass 9 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vor Ort, wo die Anlage aufgestellt wird, adressiert werden.

Das Problem: Jeder weiß das und jeder glaubt einem das auch, weil es ja auch „sichtbar“ ist (hier spricht man von Output), aber es ist eben nicht nachweisbar und wird bisher auch nur in Form von Nachhaltigkeitsberichten „gemessen“, nicht physikalisch. Genau das haben wir jetzt neu entwickelt.

Zunächst haben wir sämtliche existierenden Matrixen analysiert und daraus eine Master-Matrix an Messpunkten erstellt, für die 17 Nachhaltigkeitsziele (die auch Wechselwirkungen haben) sind das über 100 „Messpunkte“.

Viele Daten erhalten wir aus den Smartmetern, die wir in unserer impactsite einsetzen. Weitere Daten erheben unsere lokalen Mitarbeiter bei unseren Kunden mit Tablets und Umfragen.

Daraus entstehen dann (wirtschaftlich begleitet) Messpunkte, an denen wir die Entwicklung der Menschen und ihrer Lebensumstände nachzeichnen können. Durch die abgenommenen Strommengen in unserem System können wir das auch mit konkreten Kunden verknüpfen und so die Entwicklung in einem Dorf, in einer ImpactSite oder sogar innerhalb einer einzelnen Familie messen und nachweisen.

Dieses „Datenpaket“ verbriefen wir dann je SDG und verkaufen es an diejenigen Organisationen, die dafür Finanzierungsmittel bereitstellen.

7 Likes

Hallo Werner, ja das genau ist die Leistung unserer Partner wie Loom Impact, deren Aufgabe es künftig sein wird solche Token auf einer Plattform handelbar zu machen,

1 Like

Übrigens für alle, die erst seit ein paar Monaten dabei sind: an der Tokenisierung unserer Arbeit arbeiten wir bereits seit 5 Jahren.

Hier ein Video von 2018, als wir in Amaloul starteten:

Kurz: Ja.
Etwas ausführlicher: Die aktuelle Version ist aus regulatorischen Gründen eine Spende. Der Unterschied zu anderen Spenden ist, dass du einen ganz konkreten, gemessenen, unabhängig überprüften und verbrieften Impact hast, den du mit deiner Spende „abkaufst“. Das ist wichtig, weil er dadurch auch handelbar wird.

Kurz: Ja.
Etwas ausführlicher: Bei der jetzigen Emission des allerersten Tokens dieser Art, der weltweit jemals emittiert wurde definitiv. Die jetzigen Token werden einen „Sammlerwert“ bekommen. In den nächsten Wochen werden viele andere Unternehmen ihren Impact verbriefen und verkaufen. Nach uns startet die PlastikBank, die aus der Umwelt entferntes Plastik verbrieft. Hier gibt es bereits eine Nachfrage im Milliarden-Bereich. Da dadurch eine Art globaler „Grüner-Punkt“ entsteht. Langfristig werden sich die SDG-Token ähnlich wie die CO2-Emissionszertifikate handeln lassen und dadurch einem Angebot und Nachfrage-Mechanismus haben.

Schon jetzt gibt es in den USA die ersten Börsengänge von Zertifikate-Asset-Fonds, die nichts anderes tun werden als solche Zertifikate aufzukaufen und dann ihren Anlegern zu verkaufen.

Kurz: Jain.
Etwas ausführlicher: Der jetzige #sdg7 Token ist unser „Haupt-Impact“ bei der impactsite - Zugang zu erneuerbarer Energie runtergebrochen auf eine Person/einen Menschen.

Mit dem Kauf des Tokens finanzierst du einem Menschen im Dorf Amaloul in Niger den Zugang zu unserem Stromnetz. Letztlich „teilst“ du deinen Wohlstand mit einem anderen Menschen.
Wenn man das skaliert denkt und auf die weiteren SDGs der Vereinten Nationen ausweitet, kann z.B. künftig eine Stiftung die sich gegen die Verbreitung von Land-Minen die nicht versachten Todesfälle von Kindern in Kriegsgebieten verbriefen.

Letztes Jahr wurden alleine in Deutschland 6 Milliarden Euro gespendet. Was mit dem Geld konkret passiert ist, weiß der Spender oft nicht. Mit der Tokenisierung kannst du auf den Euro genau die Wirkung messen und verbriefen, die durch deine Spende entsteht.

5 Likes

Super spannendes neues Geschäftsfeld!

5 Likes

Mir gefällt das, habe zwei gekauft. Sicher muss man gucken, wie sich ein Markt entwickelt, das ist bei allen Innovationen so. Aber es geht um eine neue Ernsthaftigkeit auch bei Spenden. Eben nicht nach dem Motto, das ganze Jahr geht es um die „harten Zahlen“ und Weihnachten werden dann 50 Euro für traurige Robbenbabys gespendet, ohne dass die Mittelverwendung transparent ist. Klar ist aber auch: Professionalität kostet, hier gilt es Prozesse zu entwickeln, die dann verhältnismäßig günstig repliziert werden können, das wäre gerade für kleinere Organisationen wichtig.

2 Likes

Woran ich gedanklich noch etwas „knabbere“ ist das Thema „bereits erzielter Impact“. Auf der einen Seite ist das super, weil sicherer geht ja nicht. Auf der anderen Seite heißt das aber auch, dass Organisationen ihre Projekte z. B. durch Darlehen finanzieren müssen, in der Hoffnung, dass sie anschließend genug ImpactToken verkaufen um den Kredit zurückzahlen zu können, oder? Durch die Zinsen steigen dann wieder die Overheadkosten. Und auch für Spender:innen kann es natürlich attraktiver sein, ein Projekt erst zu ermöglichen. Trotzdem für mich eine wertvolle Ergänzung des Impact-Marktes, gerade auch für Unternehmen die ihren Impact dokumentieren möchten.

Hallo @be_brave,
Liebe Damaris,

absolut, genau das sind die beiden spannenden Themen. Die Innovation muss man erstmal am Markt testen, genau das machen wir mit unserem aktuellen Pilotprojekt. Noch kann man mit machen:

Wir sind außerdem -genau wie Du- überzeugt, dass sich das Tool genau dafür eigenet, dass Menschen die schon jetzt spenden (immerhin knapp 6 Milliarden alleine in Deutschland) damit wesentlich mehr #Transparenz und vorallem „Mitgefühl“ kaufen können, den der Token ermöglicht auch, dass man eindeutig weiß was man für sein Geld bekommt und das die Spende nicht falsch, mehrfach oder anderweitig eingesetzt wird. Hier liegt die große Innovation!

2 Likes

Hallo @be_brave

Nein die beiden Revenue-Streams sind getrennt. Im konkreten Fall gibt es zwei Maßnahmen. Mit dem Token bezahlst du den Teil der Infrastruktur der derzeit (von Hilfsprogrammen) subventioniert wird. Im konkreten Fall den Anteil des Elektrifzierungsprojektes der den unwiderbringlichen Festanteil betrifft. Also die Kosten für den Stromanschluss selbst, darin enthalten der Teil des Strom-/ Verteilnetzes der zum Haushalt führt. Den Sicherungskasten, den Smartmeter, die Lichtschalter und Steckdosen.

Den Strom selbst muss der Kunde bezahlen. Mit diesen Einnahmen werden dann die Darlehen bezahlt, die zur Refinanzierung der Solaranlage und der Speicher von uns als Operator aufgenommen werden.

Wir trennen also zwischen „Social Business“ → Verkauf von Strom und Refinanzierung der Investition mit Fremdkapital und
Kundenbezogener Infrastruktur, die fest verbaut wird.

Mit dem Token wird also „nur“ der „Grant“ - Anteil der impactsite finanziert und zwar sehr zweckbestimmt, eindeutig und exklusiv.

Du kannst das ein wenig vergleichen, wenn du in Deutschland ein Haus besitzt. Die Stadt baut dann ein Verteilnetz für Strom, Wasser, Abwassser, Telefon/ Internet. Du musst dann den Teil bezahlen ein Haus an das Verteilnetz unter der Straße anzuschließen.

Ob dann dadurch Strom fließt, oder Wasser, das ist von dem Einrichten der Basisinvestition getrennt.

5 Likes

Super Ding. Ist heute das erste Mal, das ich einen NFT erworben habe. Habe mir deine Ausführungen durchgelesen und von dem, was ich verstanden habe, würde ich den Token so definieren:

„Ein transparent nachverfolgbarer und einzigartiger Social Impact, der dezentral gehandelt werden kann.“

Passt?

Ein spannendes Thema! Vielleicht wird’s ja wie beim ‚Erster Tweet‘ NFT ein Sammlerstück :D. Bei eurer Innovation dabei zu sein ist mir aber wichtiger. :wink:

1 Like

Hallo @LutzMichaelis

beides ist richtig. Deine Tokenbeschreibung und die Chance auf ein Sammlerstück. Die Fähigkeit ihn zu handeln ist deshalb so wichtig, weil es künftig Marktplätze dafür geben wird. Wir haben jetzt zunächst das Produkt inkl. Zertifikat gebaut (was zugegebenermaßen sehr aufwändig war). Der Markt entsteht dadurch, dass künftig Unternehmen in ihren Reportings ihr gemeinwohl-Engagement nachweisen müssen.

Als Klassifizierungssystem für „grüne“ Investitionen ist die EU-Taxonomie ein wich­tiges Instrument des innerhalb des Europäischen Green Deals verabschiedeten Aktionsplans „Sustainable Finance“. Ziel der Taxonomie ist es, künftige Investitionen in nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten zu lenken und so einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität 2050 zu leisten.

Mit der Veröffentlichung des delegier­ten Rechtsakts zu den vier verbleibenden Umweltzielen am 13. Juni 2023 hat die Europäische Kommission der EU-Taxonomie eine Reihe neuer Sektoren und Aktivi­täten hinzugefügt. Damit einher geht zwangsläufig eine weitere Erhöhung der Umset­zungs­auf­wands für betroffene Unternehmen und hier kommt dann der Token ins Spiel. Mit dieser „Technologie“ können sich Unternehmen künftig eindeutigen Impact einkaufen. Unternehmen, die den Impact erzeugen können sich darüber finanzieren, so die Vision, die für uns hinter dem Token steckt.

In Kürze wird ein anderes sehr bekanntes Sustainble Startup seine Token-Emission machen. Hier ist die Funktionsweise etwas „leichter“ zu verstehen. Das Unternehmen sammelt Plastik ein und weißt die Tonnage im Token eindeutig und nachvollziehbar aus und Unternehmen die Plastik in den Umlauf bringen kaufen den Token und bezahlen damit das Einsammeln, dadurch entsteht eine Art grüner Punkt für Plastikmengen, ein Pfandsystem.

Unsere Wirkungszusammenhänge sind etwas komplexer, da sie durch Ausbeutung der Rohstoffe, Folgen des Klimawandels nicht individuell auf einzelne Unternehmen oder Regionen runtergebrochen werden können. Deshalb fokussieren wir uns jetzt zunächst auf die energetischen Token und später dann auf die Themen wie Zugang zu Wasser und Zero Hunger, was heute über indirekte Transferleistungen über die Vereinten Nationen und die NGO-Welt abgewickelt wird.

4 Likes

Was ich nicht verstehe: wie konkret ist dieser NFT transparenter und nachverfolgbarer als wenn ihr (als AGT) uns zusichert, dass ihr die Impact Sites aufgestellt/installiert/in Betrieb genommen habt.
Beide Male können wir nicht hinreisen und uns das selbst anschauen, sondern müssen Vertrauen haben. Entweder in AGT oder in die NFT-Aussteller.

Oder anders gefragt: was ist - für mich aus der großen Ferne - der Unterschied zw. einem Bericht von euch und dem NFT?

Hallo @Hermann - cool das du wieder mit in der Diskussion mitmachst.
Der wesentliche Unterschied ist, dass durch die „Verbriefung“ die Möglichkeit besteht den Token weiterzuverkaufen oder zu handeln. Im Moment gibt es noch keine Verknappung. Genau wie zum Beginn des Emissionshandels mit CO2-Emissionsrechten.

4 Likes

Hallo @Hermann,
nach meinem Verständnis erfolgt eine unabhängige Verifizierung des gemessenen Impacts. @Klimakrieger hat im ersten Beitrag die Zusammenarbeit mit LEONARDO erläutert.
Aber klar ist auch, dass dies ein Entwicklungspfad sein wird und von den künftigen Anforderungen an solch ein Produkt abhängen wird.

Muss der Token nicht auch ein Ablaufdatum haben und kann dementsprechend auch kein Sammlerstück an sich werden?
Die Infrastruktur ist durch abnutztung verschleiß etc.ja irgendwann nicht mehr nutzbar und hat demententsprechend auch kein Impact mehr und müsste über einen neuen Token erneuert werden.
Sowie bei den CO² zertifikaten ja ein Zertifikat eine tonne CO² emmission verbrieft und danach qausi verfällt bzw. „aufgebraucht“ und nicht mehr handelbar ist. Oder ist das meine primitive naive Sichtweiße?

Kann man sich die hinterlegten Daten des Token auch anzeigen lassen? Wie eine art programmcode o.ä.? damit man auch nachvollziehen kann das das beschriebene auch tatsächlich im Token drin steht und auch eine verbindung zum Impact hat?(P.S.: Wäre auch für andere Digitale Token Investment interessant. Wenn jemand weiß, wie man Security Token anzeigen und auslesen kann, bitte PM an mich)
Wer legt fest bzw. Wo ist festgelegt, welcher Messwert gleich welchen Impact bedeuted.
CO² Emmisionen lassen sich ja einfach messen. Aber Hunger, Wohlstand etc. ist doch ehrer abstract und kann nicht Wirklich in Objekten zahlen Ausgedrückt werden meiner Meinung nach.
Ist vermutlich eine Politisch-Philosophisch-Ideologische Frage ?

Kann man die Messwerte dann auch einsehen, um zu sehen das der Token hält was er verspricht.

Bin mir nicht sicher, das ich meine Fragen und Gedanken so in Worte fassen konne, das sie auch korrekt verstanden werden und für mich entsprechend beantwortet werden können. Aber wenn ichs nicht probier, kann ich es leider nicht herausfinden.
Danke trotzdem schonmal im Vorraus für den Versuch.