Africa GreenTec veröffentlicht Partnerschaft mit deutschen Automobilkonzern(en) für 2nd Life Speicher

Hallo liebe Fans und Unterstützer von Africa GreenTec,

in Kürze werden wir gemeinsam mit einem großen deutschen Automobilhersteller eine Pressemitteilung veröffentlichen über eine Entwicklungspartnerschaft im Bereich 2nd Life Speicher-Einsätzen.

Dabei übernimmt Africa GreenTec die Entwicklung von Anwendungen von Speichern aus Fahrzeugen der deutschen Hersteller in den eigenen Solartainer-Einheiten.

Speicher die in Fahrzeugen im Einsatz waren haben nach einer gewissen Laufzeit ein physikalisches Ende erreicht, was sie dann nicht mehr für den Einsatz im Auto verwenden lässt. Aktuell werden diese Speicher dann in der Regel entsorgt, tatsächlich könnten die Speicher aber in einer anderen Anwendung, z.B. als Energiespeicher in Offgrid-Systemen noch einige Jahre länger eingesetzt werden.

Da sich nun global gesehen der gesamte Automobilmarkt extrem, fast schon exponentiell entwickelt, wie man gut an dieser Grafik sieht, überlegen die Hersteller auch, wie sie den ökologischen Fussabdruck der Lithium-Speicher erhöhen können. In den Prognosen alleine der deutschen Automobilhersteller werden diese in den nächsten 10 Jahren die größten Player im deutschen und europäischen Energiemarkt.

Im Fall von Africa GreenTec könnte also eine Anwendung von SecondLife Speichern zusätzlich einen enormen Beitrag im Bereich CSR (Corporate Social Responsibility) leisten, da die Hersteller so nicht nur die Speicher und damit den ökologischen Fussabruck verbessern, sondern auch ihre soziale Verantwortung für die globalen Nachhaltigkeitsziele verfolgen können.

Durch die Novellierung der europäischen Richtlinigen werden Unternehmen künftig stärker in die Verantwortung genommen, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) zu achten.

Africa GreenTec hat jetzt 2 Jahre mit verschiedenen deutschen Herstellern verhandelt um gemeinsam über Anwendungsmöglichkeiten nachzudenken, die Verträge sind jetzt unterzeichnet. In Kürze werden wir dazu eine Pressemitteilung herausgeben.

Für uns als Hersteller von dezentralen Offgrid-Energielösungen ist das eine große Chance im globalen Wettbewerb insbesondere mit chinesischen Anbietern mitzuhalten, in dem wir Zugang zu günstigen Speichern bekommen.

Technisch gesehen ist die Herausforderung die Speicher die für die Anwendung im Auto konzipiert sind so zu managen, dass sie in unserer Anwendung als Dorfelektrizierung genutzt werden können.

Aktuell Arbeitet Africa GreenTec an einem Prototypen, den wir noch in diesem Jahr fertigstellen wollen. Danach sollen in 50 ImpactSites in Sub-Sahara-Afrika solche 2nd Life Speicher zum Einsatz kommen.

Gelingt die Integration der Speicher auch in skalierter Form, könnten deutsche Autospeicher bald in hunderten von Dörfern Afrika die Menschen mit nachhaltiger Energie versorgen.

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Als begeisterter E-Auto-Fahrer seit 2016 freut mich diese Nachricht sehr. :smiley: Ich hoffe, dass diese Pressemeldung dann auch ein breites Echo findet. Denn ein oft gehörtes Argument gegen E- mobilität ist die „kurze“ Lebensdauer der Akkus. :nauseated_face:
Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg! :heart_eyes:

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Klasse. Logisch und konsequent gedacht! Viel Erfolg!

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Viel Erfolg - sehr weit bis zum end of life gedacht, soweit die Batterien dann auch nach der Nutzung wieder zurückgeführt bzw. die Rohstoffe entnommen und wieder einem Prozess zugeführt werden. Ich fragte mich, ob es auch Fördertöpfe für dieserart Projekte gibt. Denn dieses Thema ist nahe an den hoch geförderten Schlüsseltechnologien wie auch den zukünftigen Gesetzgebungen zur Circular Economy/Rücknahmeverpflichtungen etc.

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Hallo Klimakrieger,

auch ich möchte euch zum second Life Deal für Autobatterien beglückwünschen, gebe aber zu bedenken das auch nach dem second-life, meines Wissens nach, immer noch kein Flächendeckendes Recycling besteht.

Mit African Green Tec wollen wir ein Stück die Welt retten, doch wenn wir dafür andere Menschen dem Lebensraum und die Gesundheit nehmen um unsere Batterien herzustellen, finde ich das bedenklich zumal es Alternativen gibt.

Schon heute bestehen die größten Batteriespeicheranlagen der Welt aus Rredox-Flow- oder oder Salzwasser-Batterien, ohne die bekannten Umweltschäden bei der Lithium Gewinnung zu verursachen und das Beste daran es gibt sie auch in klein für zu Hause!

Ich würde mir wünschen dass wir die E-Mobilität nur als Brückentechnologie sehen und den bestehenden und zukünftigen Alternativen wie power-to-gas etc. eine Chance geben.

Ein schönes Wochenende für alle Klimakriege

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Hallo Carsten, das ist jetzt vielleicht etwas Abseits des Themas, aber wenn du schreibst:

Schon heute bestehen die größten Batteriespeicheranlagen der Welt aus Rredox-Flow- oder oder Salzwasser-Batterien […]

Auf welche Batteriespeicheranlagen beziehst du dich da konkret?
Und wo/wie gibt es Redox-Flow (die auch nicht ohne Probleme sein können, je nach eingesetzter Chemie) „in Klein für zu Hause“?

Hallo lieber @Carsten

deine Bedenken sind absolut gerechtfertigt. Die vereinbarten Pilot-Projekte sind in Phasen aufgeteilt. In der ersten Phase geht es um einen Prototypenbau um herauszufinden wie man die einzelnen Batteriezellen die ursprünglich in einem „Pack“ im Auto waren mit einem neuen Batteriemanagementsystem für unsere Anwendung ansteuern lassen.

In der zweiten Phase wird der flächendeckende Einsatz von ca. 100 solcher Speicher in extremen Regionen getestet, also in den Dörfern im Sahel unter Extrembedingungen.

Für beide Phasen übernimmt der Hersteller die Rücknahme und Auswertung und auch Entsorgung.

Ab der dritten Phase, wenn es also zu einem gewerblichen Einsatz käme und es technisch machbar und kaufmännisch sinnvoll ist, würden wir in unserem geplanten AGT - Hauptquartier am Seehafen von Dakar im Senegal eine eigene Recyclingfabrik aufbauen, da wir das Problem der Entsorgung und Rückführung in die Wertstoffkette in ganz Afrika kommen sehen. Aktuell sind Lithium-Speicher auch bei anderen Mini-Grid-Developpern im Einsatz und es gibt keine entsprechende Aufbereitung in Westafrika.

Wir würden daher einen solchen Wertstoffhof -gemeinsam mit Partnern- in Afrika aufbauen um dass dann sicher zu gewährleisten und diese Dienstleistungen auch fremden Dritten anzubieten, da wir grundsätzlich alle unsere Projekte und Produkte im Cradle-to-Cradle-Prinzip denken. Ich führe hier schon Gespräche mit Experten aus der Recylingindustrie.

Aktuell ist das leider noch sehr eingeschränkt. In Deutschland erreichen wir derzeit mit

  • Verfahren der Recyclingbetriebe von Blei-Säure-Batterien: 81,9 %,
  • Verfahren von Nickel-Cadmium-Batterien: 77,6 % und
  • Verfahren von sonstigen Batterien z.B. Lithium-Ionen: 75,5 %.

Die Forschung geht davon aus, dass sich in naher Zukunft auch Lithium-Batterien mit einer hohen Quote von bis zu 90% recyceln lassen könnten. Aktuell lohnt sich das noch nicht, weil noch zu wenig Speicher auf dem Markt sind. Solche modernen Maschinen dann in Dakar in unserem HQ einzusetzen wäre ein großer Schritt zur Lösung des von dir beschriebenen Problems, denn das wird in Zukunft durchaus ein lohnendes Geschäft. Gerne lies hierzu auch diesen aktuellen >> Artikel <<.

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Hallo @Petra danke für deinen ersten Beitrag hier in der Community!

ehrlich gesagt waren und sind wir jetzt erstmal sehr froh und stolz, dass wir einen namhaften Konzern gewinnen konnten, mit uns als sozial orientiertes Startup-Unternehmen eine so starke Partnerschaft einzugehen.

Die Weiterentwicklung unserer Solartainer ist ja ein „Core-Business“ und hier haben wir auch noch einigen Vorsprung zu unserem Wettbewerb. Bei (öffentlichen) Fördermitteln ist in Nachteil, dass man sein Wissen und seine Technologien oft preis geben muss und so Wettbewerber mit mehr Cash in der Kasse (was bei uns in den meisten Fällen mit Ölgeld der Fall ist), einen schnell „überholen“.

Wir sind daher im Moment noch etwas zurückhaltend mit Innovationsförderung, da wir in vielen Feldern im Moment DER Pionier sind.

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@Klimakrieger Absolut nachvollziehbar. Ich bewundere Euch für Eure Pionierarbeit und die Partnerschaft ist großartig. Da m.E. viele große Investitionen/Förderungen in dem Bereich Elektromobilität, Kreislaufwirtschaftskonzepten, Erneuerbare Energien (Schlüsseltechnologien) liegen, wäre es mittelfristig vielleicht interessant, auch darüber nachzudenken. Zudem denke ich an „Kopplungsprojekte“, in der Art, Ihr stellt diese Technologie auch anderen Branchen/Industrien zur Verfügung - wo kann diese Technologie zudem sinnvoll genutzt werden, mit der Maßgabe, dass immer auch Projekte von African Greentech mit unterstützt werden. Somit eine Weiterführung Eures Gedankens der Partnerschaften. Ich denke, #17 Partnerships for the Goals ist ein sehr wichtiges Ziel für eine grünere, fairere, nachhaltigere Welt.

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Hallo Hermann,

nachfolgend einen Link zu dem aktuell größten redox flow Speicher der in China gebaut wird und einen Link für Kleingeräte für zu Hause, alternativ dazu die salzwasser Technologie.

Frohes Schaffen, getreu dem Leitsatz:
Wir können keine Welt ändern, es sei denn das ein jeder in sich selbst zur Erkenntnis der Wahrheit kommt und sich bessert.
Joseph Weiẞenberg

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Hallo @Carsten

die Großspeicher sind für unsere Anwendungen (in Extremregionen) völlig untauglich. Alleine logistisch unmöglich umzusetzen.

VoltStorage habe ich seit 3 Jahren auf dem Schirm und bin auch im Austausch. Das Unternehmen ist z.zt. (noch) nicht in der Lage ihre Systeme in Afrika einzusetzen. Die Entwickler von Volterion bezweifeln außerdem, dass sich ihre Systeme eignen für unsere Anwendung. Nach meiner Korrespondenz aus 2020 mit Jakob dem Gründer ist ein System, welches extrem hitzebeständig wäre in Planung, aber ein Entwicklungsdatum steht noch nicht fest.

beste Grüße
Torsten

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Auch ich bin seit 3 Jahren überzeugter E-Mobilist und musste mehrfach feststellen, dass das Thema Lebensdauer und Recycling der Batterien für viele Menschen ein k.o.-Kriterium ist. Wenn man den Berechnungen zur Öko-Bilanz Glauben schenken darf, wäre mein E-Golf ab 70.000 KM erst im „grünen“ Bereich gegenüber einem Verbrenner. Mit dem Weiterverwenden der Fahrzeug-Batterien durch AGT für weitere 10 Jahre hätte ich endlich ein zugkräftiges Argument um den Verfechtern der Verbrennungsmotoren den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ich drücke Euch die Daumen damit es klappt.
Gruß
Heiko

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Hallo Carsten,

redoxflow Speicher finde ich auch super spannend, habe mich oft über das Thema mit Entwicklern unterhalten, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Es ist für statische Anlagen und bestimmte Anwendungen ein super Speicher aufgrund der Langlebigkeit und potenziellen Schadstofffreiheit.

Für AGT wird es in den nächsten Jahren sehr schwer, diese Technologie einfließen zu lassen, da vor allem der logistische Aufwand im Vergleich zur Leistung extrem hoch wäre. Auch die von Torsten angesprochenen Temperaturen sind noch ein großes Problem.

Kennst du bereits Anwendungen in dem Bereich? Also Netzsteuerung oder herausfordernde Einsatzregionen?

LG und danke dir für den Input hier
Jörg

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Hallo Jörg,

aktuell habe ich mich nur mit Speichermöglichkeiten für Deutschland interessiert wie z.B das Projekt in Herne welches vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik begleitet wird, wo Redox-Flow-Batterien zum Einsatz kommen. Vielleicht habe die Frauenhofer schon Erfahrungen mit den Anforderungen in Africa

Alternativ könnte eine Speicherung von Wasserstoff in Methansäure wie nachfolgend beschrieben eine Idee sein.

Das HYFORM-PEMFC ist ein gemeinsames Projekt der GRT Group und einer Forschungsgruppe der Ecole polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), die einen neue integrierte Methansäure-Wasserstoff-Brennstoffzelle entwickelt haben.

Das gemeinsam entwickelte Gerät verwendet Methansäure zur Speicherung von Wasserstoff, wobei es sowohl für den Hausgebrauch als auch für industrielle Anwendungen geeignet ist. Das HYFORM-PEMFC bietet in Bezug auf die Größe (ein Liter Methansäure trägt 590 Lieter Wasserstoff), Transportfreundlichkeit, Sicherheit sowie geringe Betriebskosten erhebliche Vorteile. Außerdem ist es besonders umweltfreundlich.

Insbesondere Menschen, die in Regionen mit begrenztem oder ohne Zugang zum Stromnetz leben, aber auch Entwickler von Wasserstofftransportsystemen gehört zu den Potenziellen Nutzern der HYFORM-PEMFC. Die Anlage kann z.B. einen Berghütte, ein abgelegenes Ferienhaus oder eine Forschungsstation mit Wärme und Strom Versorgen. Zudem kann die Technologie auch skaliert werden, um so die Leistungsanforderungen von größeren Anlagen.

Weitere Anbieter von Redox flow Batterien die vielleicht besser mit Wärme umgehen können:

Firma - ever flow, Volterion GmbH VoltStorage

Volterion

Volterion, ein Spin-off des Fraunhofer-Instituts UMSICHT, entwickelt kleinformatige Redox-Flow-Systeme mit zwei bis zehn Kilowatt Leistung und 6 bis 50 Kilowattstunden Kapazität für Inselnetze, Gewerbekunden, Mehrfamilienhäuser und fürs Eigenheim. Das Besondere an der Volterion-Technik ist nach Aussage des Unternehmens die eigens entwickelte Produktionstechnik für den Stack. Unter anderem verschweißbare Bipolar-Grafit-Elektroden und ein neuartiges Design für einen vollständig verschweißbaren Stack sollen die Produktionskosten senken, Material einsparen und die Leistung und Lebensdauer erhöhen. Im Jahr 2016 hat das Unternehmen mit den ersten Testinstallationen bei Industriekunden begonnen, 2017 soll eine Gesamtkapazität von rund 700 Kilowattstunden unter Real-Life-Bedingungen getestet werden. Der Markteintritt in Deutschland und weltweit ist ab 2018 geplant. Der Preis für ein Komplettsystem inklusive Wechselrichter, Mehrwertsteuer, Installation und Transport soll dann unter 1.000 Euro pro Kilowattstunde Kapazität beziehungsweise zehn Eurocent pro gespeicherter Kilowattstunde liegen.

Schmid

Seit vergangenem Jahr bietet auch der deutsche Maschinenbauer Schmid Vanadium-Redox-Flow-Speicher an. Die EverFlow genannten Geräte wurden mit 15 bis 45 Kilowattstunden Kapazität für das Wohnhaussegment und Gewerbebetriebe konzipiert. Eine Besonderheit ist laut Schmid der eigens entwickelte und hergestellte Stack mit einer Leistung von fünf Kilowatt. Demnächst soll zudem eine dreiphasige Variante der EverFlow-Speicher erhältlich sein. Das Produkt befinde sich derzeit in der Phase der Markteinführung. Erste Geräte seien bereits verkauft worden, in Taiwan, Tschechien, Polen und Deutschland. Für Großprojekte bietet Schmid auch eine Variante mit Speicherkapazitäten ab 200 Kilowattstunden an.

Uni Energy Technologies

Der Elektrolyt der Flowbatterie von Uni Energy Technologies aus der Nähe von Seattle basiert ebenfalls auf Vanadium. Im Vergleich zu herkömmlichen Vanadium-Redox-Flow-Batterien will Uni Energy die Eigenschaften des Elektrolyts allerdings verbessert haben, basierend auf Entwicklungen des Pacific Northwest National Laboratory (PNNL). Dadurch erreiche das System eine höhere Energiedichte und könne bei Temperaturen zwischen minus 5 und plus 50 Grad Celsius betrieben werden. Ein zugesetzter Sulfat-Chlorid-Komplex soll außerdem die Gasentwicklung deutlich verringern. Bis heute hat das Unternehmen bereits Großprojekte mit rund sieben Megawattstunden Speicherkapazität realisiert, eines davon im nordfriesischen Braderup, um die Erzeugungsschwankungen eines Windparks auszugleichen. Bis Ende 2016 sollen weitere 13 Megawattstunden in fünf Projekten in Betrieb gehen. Mercom Capital zufolge hat Uni Energy im Jahr 2015 rund 25 Millionen US-Dollar an Risikokapital eingesammelt.

Vizn Energy Systems

Das texanische Unternehmen Vizn Energy Systems hat nach eigener Aussage eine Redox-Flow-Technologie entwickelt, die sowohl eine hohe Leistungsabgabe als auch über längere Zeit eine hohe Energiemenge liefern kann. Daher sei die Batterie auch zur Netzstabilisierung einsetzbar. Das sei möglich, indem alkalische elektrochemische Komponenten im Elektrolyt gelöst werden. So entstehe praktisch eine Hybrid-Flow-Batterie. Zudem sei die verwendete Batteriechemie ungiftig, nicht brennbar und nicht explosiv. Die Elektrolyte seien lebensmitteltauglich (food grade) und zu günstigen Preisen erhältlich. Der Elektrolyt basiert auf einem Zink-Eisen-Gemisch. Das Unternehmen bietet Systeme mit Leistungen zwischen 48 Kilowatt und 1,4 Megawatt an. Im Jahr 2014 bekam das Speichersystem Z20 von Vizn den ees Award auf der Intersolar Europe verliehen.

Vionx Energy

Das in der Nähe von Boston ansässige Unternehmen Vionx Energy bietet mit der VNX1000-Serie Redox-Flow-Containerlösungen an. Die modular verschaltbaren Container haben laut Vionx eine Leistung von einem Megawatt bei einer Speicherkapazität von einer Megawattstunde. Eine Auslegung also, wie sie auch manche Großspeicher auf Lithium-Ionen-Basis haben. Ein sogenanntes Interdigitated Flow Field sei die Kerntechnologie der Batterie. Damit könnten auch bei geringem Systemdruck hohe Leistungen erreicht werden. Im Jahr 2015 konnte das Unternehmen laut Mercom Capital rund 58 Millionen US-Dollar Risikokapital mobilisieren.

Primus Power

Primus Power aus Kalifornien stellt Redox-Flow-Batterien mit Leistungen zwischen 25 Kilowatt und 25 Megawatt her. Der Elektrolyt basiert auf einer Zink-Brom-Kombination. Ein patentiertes Single-Flow-Loop-Design mache den Einsatz einer Membran im Stack überflüssig. In einem aktuellen Projekt kooperiert Primus mit dem Softwarekonzern Microsoft. Die Unternehmen entwickeln gemeinsam eine Strategie zur nachhaltigen Energieversorgung von Rechenzentren. Mercom Capital gibt das von Primus im Jahr 2015 eingeworbene Risikokapital mit rund 25 Millionen US-Dollar an.

Ich hoffe das war jetzt nicht to mutch

Lieben Gruß

Carsten

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Hallo @Heiko, bin auch seit 3,5 Jahren e-Golf-Fahrer und im eVW-Forum unterwegs. Dort wird das Thema CO2-Neutralität auch intensiv diskutiert. Es kommt sehr darauf an, wie man beim Vergleich mit dem Verbrenner die Aufwände für die Bereitstellung des Brennstoffs berücksichtigt. Da kann man auch auf kürzere CO2-Payback für das E-Auto kommen. Aber ganz unabhängig davon ist das second-life enorm wichtig.
Gruß
Martin

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Wir sind im AGT Team auch vor einiger Zeit auf E-Autos umgestiegen. Mit Fahrgemeinschaften fahren wir aus Frankfurt und Darmstadt täglich nach Hainburg. Ich denke, diese Konzepte werden sich sehr stark in Unternehmen durchsetzen. Aus meiner Sicht ist es deshalb nicht mehr die Frage, ob sich die E-Autos durchsetzen, sondern wie wir sie noch effizienter und nachhaltiger machen. 2nd-life ist dabei ein zentrales Thema. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Technologie im Einsatz verhalten wird. Vielleicht schafft man es in Zukunft schon eine Zweitanwendung im Entwicklungsprozess der Autobatterie mit zu denken.

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Und auch bei der ARD ist das Thema angekommen.

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Klingt nach einem sehr aktuellen und wichtigen Konzept.
Man merkt gerade an allen Märkten sehr direkt, wie knapp manche Rohstoffe werden, Holz, Metalle etc.

Eine komplette Kreislaufwirtschaft wäre ein Traum, erinnert mich immer sehr an die Visionen im Buch von Andreas Eschbach „Herr aller Dinge“.

LG Jörg

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Ist die Pressemitteilung schon raus?

Sorry, sehe jetzt erst den kompletten Feed…